Kritik: Ash vs. Evil Dead

All right, you primitive screwheads, listen up!

Unglaublich aber wahr… Ash ist zurück. Nachdem er zweimal diese hässliche Hütte im Wald überlebt und den Evil Dead entkommen ist (Warum wurde das eigentlich mit „Tanz der Teufel“ übersetzt? Da shwang für mich irgendwie immer so ein Hauch „Dirty Dancing“ mit.), durch die Zeit reiste, um die Armee der Finsternis zu bekämpfen und schließlich wieder nach Hause zurück kehrte, serviert uns Sam Raimi nun das nächste Abenteuer vom Mann mit der Kettensägenhand. Nicht als Film, sondern als TV-Serie.

Ich mag Evil Dead und ich bin Fan von Army of Darkness (wie man an meinem Avatar hier sehen kann). Letzterer legte den Grundstein für das Coole-Sau-Image von Bruce Campbell, von dem er noch heute ordentlich zehrt. Und in der Tat gab es in Army of Darkness so viele Zitate und Oneliner, dass ich behaupten möchte, dass Duke Nukem nie den Erfolg gehabt hätte, den die Serie hatte, wenn die Entwickler bei Duke´s Sprüchen nicht heftig beim Herrn Campbell geklaut hätten.

Wie dem auch sei… Eine Serie mit Ash als Protagonisten? Schau ich mir an.

Die Handlung:
Die Zeit war nicht gut zu Ash. Mittlerweile ist er stark in die Jahre gekommen, etwas fett geworden, hat künstliche Zähne und lebt in einem miesen Trailerpark. Aus Gründen, die sich mir nicht erschließen, hält er sich noch immer für den Casanova und Herzensbrecher Nummer eins und so gibt es kaum eine Frau, die durchs Bild läuft, ohne dass er ihr entweder einen Blick nachwirft, oder einen schlechten Baggerspruch raushaut.

Um Geld zu verdienen, jobbt er in einem Baumarkt, wo er seine Kollegen Pablo, einen Typen mit lustiger Frisur, der ihn aus irgendeinem Grund als Helden verehrt, und Kelly, eine Schnitte aus gutem Hause kennenlernt.

Natürlich kommt es wie es kommen muss, Ash packt bekifft das Necronomicon aus seiner Grabbelkiste aus, um eine Tussi damit zu beeindrucken und zitiert mal wieder irgendwelche Verse, die selbstverständlich allerlei böses Gesocks heraufbeschwören.

Im Laufe der ersten Staffel versucht er dann, mit Kellys und Pablos Hilfe, seinen Fehler wieder gut zu machen, das Buch zu vergraben, das Böse zu verbannen und die Welt zu retten.

Unterwegs darf die Kettensäge an seinem Arm ordentlich rattern und das Blut spritzt doch recht deftig.

Tja… ich weiss nicht so recht, was ich von der Handlung halten soll. Überzeugt hat sie mich auf jeden Fall nicht. Mir ist nicht ganz klar, warum man sich dazu entschieden hat, den Folgen nur eine Laufzeit von ca. 30 Minuten zu verpassen, denn so bewegt sich die Story der einzelnen Episoden häufig auf dem Niveau einer durchschnittlichen Scooby Doo-Folge. Nur mit mehr abgesägten Körperteilen.

Vielleicht bin ich mittlerweile zu alt für den Scheiß, aber ich fand „Ash vs. Evil Dead“ weder spannend, noch gruselig oder gar irgendwie witzig und das Drehbuch wirkte auf mich fürchterlich krampfig und gewollt, fast als hätte man es irgendwo aus einem Fan-Fiction-Portal gezogen.

Die Charaktere:
Ich mochte die Chemie zwischen Pablo, Kelly und Ash und die beiden erstgenannten waren tatsächlich relativ sympathisch, wenngleich auch ziemlich klischeebehaftet. Unterstützung bekamen Sie etwas später auch von der Polizistin Amanda, deren Rolle sich aber im Wesentlichen darauf beschränkte, von Ash angegraben zu werden.

Lucy Lawless war auch als etwas undurchsichtige Kampf-Schnitte mit dabei und durfte nochmal ordentlich die Xena raushängen lassen.

Und dann ist da Ash… Und vielleicht liegts bei mir mittlerweile am Alter, aber meine Fresse… Was für ein Arschloch.

War er schon immer dieser arrogante, selbstverliebte, rassistische, egoistische, sexistische, strunzdumme Penner? Alles was er in der kompletten Serie von sich gibt, sind entweder One-Liner der Marke „Come get some!“, flache Kalauer, Anmachsprüche oder schlicht gequirlte Kacke. Wahnsinnig unsympathisch und nervig.

Der Look:
Die Optik der Serie passt gut und fängt den Charme der alten Filme ziemlich gut ein. Einige CG-Effekte waren wirklich mies, aber dafür sind die Splatter-Szenen sehr…ähm… effektvoll in Szene gesetzt. Das Makeup der Deadites hat mir auch gut gefallen.

Fazit:
Die Serie wird ihre Fans haben und Ash wird weiterhin als Kultfigur verehrt werden. Ich für meinen Teil werde mir eine zweite Staffel wohl nicht mehr geben, denn dazu war mir das alles viel zu platt und hat bei mir einfach mal gar nichts ausgelöst. Keinen Grusel, keinen Schreck, keinen Lacher… Schade. Chance vergeben.

 

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