Kurzkritik: The Equalizer

Denzel Washington geht immer. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind seine Filme eigentlich immer gut bis sehr gut. Grund genug also, dass ich mir mal den Equalizer reinziehe.


Die Handlung:
Washington spielt Robert McCall, der früher mal als harter Kerl für irgendeinen Geheimdienst gearbeitet hat und mittlerweile aber im Ruhestand ist. Nun sitzt er am liebsten in seinem kleinen Lieblings-Diner, liest Hemingway und schlürft Kaffee.

Ebenfalls Stammgast in dem Diner ist Alina, ein junges russisches Mädel, das als Prostituierte arbeitet. Als McCall mitbekommt, dass sie von ihren russischen Zuhältern krankenhausreif geprügelt wurde, beschließt er, ihr zu helfen.

Also stiefelt er schnurstracks in den Luden-Laden und bietet dem Chef knapp 10.000 Dollar an, wenn er Alina dafür aus seinen Diensten entlässt.

Der lacht einmal herzlich, aber nur ganz kurz, denn McCall macht ruckzuck Kleinholz aus dem Zuhälter, seinen Wachleuten und dem ganzen Laden.

Blöd, dass der Luden-Russe aber Teil der Russenmafia war und sein Chef nun einigermaßen ungehalten darüber ist, das Slavi nun aufs Parkett blutet. Also schickt er seinerseits einen Killer los, der natürlich über kurz oder lang McCalls Spur aufnimmt und den Film auf seinen Showdown zusteuern lässt.

The Equalizer ist ziemlich geradliniges Actionkino ohne viele Schnörkel. Das kann – wie z.B. Mad Max ganz hervorragend demonstriert hat – sehr gut funktionieren, kann aber auch schnell etwas… ich sag mal… platt wirken. Und hier beim Equalizer gings mir ein wenig so, dass ich hinterher dachte: „Ja, das war ja alles ganz cool, aber… Handlung?“

Der Typ geht los, macht alle platt, kommt dabei nicht ein einziges Mal selbst in Schwierigkeiten und dann ist der Film zuende.

Die Charaktere:
Denzel kann schauspielern und das tut er auch hier wieder ganz gut. McCall ist ein Typ, der den Ball lieber flach hält, vom Leben in Ruhe gelassen werden will und damit tatsächlich sehr zufrieden ist. Aber irgendwann ist halt auch bei ihm Schluss und er beschließt dann doch, seine Fähigkeiten zu nutzen, um den Leuten zu helfen.

Alina wird gespielt von Chloë Grace Moretz und weckt mit großen Kulleraugen reichlich Beschützerinstinkte. Schade nur, dass sie im Grunde nur dazu dient, McCall in die Handlung zu holen und dann komplett verschwindet. Da wäre mehr drin gewesen.

Der Bösewicht wird von einem Typen gespielt, der irgendwie immer für Bösewichterrollen besetzt wird, dessen Namen ich mir aber einfach nicht merken kann. Der Mann hat das Bösewichter-Ding einfach raus und es gibt eine fantastische Szene, in der die beiden Kontrahenten sich einfach gegenübersitzen und sich unterhalten und dank der beiden tollen Schauspieler ist das eine der spannendsten Szenen des ganzen Films.

Und Bill Pullman ist auch dabei, hat aber eine derartig unwichtige Nebenrolle, dass ich mich frage, wie denn das passiert ist.

Der Look:
Supercool. Regisseur Antoine Fuqua versteht sein Handwerk und jede Einstellung sieht großartig und gestaltet aus. Sehr guter Stil, tolle Beleuchtung, sinnvoller Einsatz von Slow-Mo… The Equalizer ist trotz der doch recht drastischen Gewaltdarstellung auf jeden Fall ein sehr ästhetischer Film.

Fazit:
Bei The Equalizer geht es um nicht sehr viel. Aber Denzel ist toll und er gibt seinem Charakter Tiefe und macht ihn interessant. Der Film sieht toll aus und auch wenns ein wenig style-over-substance ist, macht The Equalizer Spaß und unterhält ganz blendend. Eine Fortsetzung ist bereits geplant und ich weiß nicht, ob das wirklich nötig ist, aber ich bin gespannt drauf.

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