Die Gewaltdiskussion um Videospiele

Ich bin Gamer.
Ich zocke Video- und Computerspiele seit ich 8 Jahre alt bin.
Auch heute noch verbringe ich einen guten Teil meiner freien Zeit in virtuellen Welten.

Jedes Mal, wenn in Deutschland irgendein armes Würstchen durchdreht und absichtlich Leute verletzt oder sogar tötet, wird das Schreckgespent der „Killerspiele“ aus der Mottenkiste geholt und linsensuppenartig wieder aufgewärmt. Das hat die ersten paar Male noch prima funktioniert und die konservativen Moralvertreter des Landes hatten einen tollen Aufreger an dem sie sich abarbeiten konnten. Aber im Gegensatz zur Linsensuppe, schmeckt das Killerspiele-Thema mit jedem Aufwärmen irgendwie fader und am Ende haben selbst die Herren von der CSU keinen rechten Appetit mehr darauf.

Ich selbst habe nach den Amokläufen von Winnenden und Erfurt fürchterlich auf die ganzen „grauen Eminenzen“ und ihre Killerspiel-Debatte, kombiniert mit viel Ahnungslosigkeit und Polemik, gewettert. Die Täter hätten Counterstrike gespielt, also lautete der logische Schluss daraus: Counterstrike verbieten. Dass Counterstrike zu dieser Zeit ein überaus beliebtes Spiel war und vermutlich auf dem Rechner jedes zweiten Schülers zu finden war, hat man dabei irgendwie übersehen.
Als Gamer war es leicht, sich über die verknöcherten Politiker und die auf das Reizthema aufspringende Presse aufzuregen, die nicht nur keine Ahnung hatten, sondern auch noch dreist Falschbehauptungen in Interviews und Berichten zum Besten gaben. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet zum Beispiel über Counterstrike, dass man dort vom Polizisten, über Passanten bis hin zum Schulmädchen jeden töten muss, bevor man selbst erschossen wird. Äh… ja.
Und dann machen die alten Herren nicht nur unser liebstes Hobby schlecht, sondern wollen es auch noch kräftig beschneiden? SKANDAL!!!

Nee, was hab ich geflucht.

Heute entlockt mir das Thema Killerspiele nicht viel mehr als ein müdes Gähnen, denn der Zusammenhang zwischen Computerspielen und Amokläufen ist dann doch ein wenig zu einfach. Und trotzdem…

Erst kürzlich gab es auf facebook eine kurze Diskussion darüber, dass eine Mutter ein Bild von ihrem 6jährigen Sohn postete, der vor dem Fernseher hing und „Star Wars: Battlefront“ zockte. Dazu beschreib sie, dass sie seitdem nur noch „Fuck!“ und „What?“ aus dem Wohnzimmer höre und fand das wohl irgendwie lustig.

Als dann hier und da mal ein paar Leute (meine Wenigkeit eingeschlossen) anmerkten, dass Battlefront – trotz der vergleichsweise harmlosen Gewaltdarstellung – doch vielleicht nicht unbedingt etwas für 6jährige sei, entbrannte die wilde Diskussion, in deren Verlauf sämtliche Parolen ausgepackt wurden, die es auf Seiten der Gamer seit Anbeginn der Killerspiele-Diskussion so gibt.

„Nur weil der Battlefront spielt, wird der doch nicht gleich zum Amokläufer!“

„Ich hab früher auch Doom gespielt und aus mir ist ja auch was geworden!“

„Der hat doch die Filme auch schon gesehen und das Spiel ist ja auch nicht brutaler!“

„Tom und Jerry im Kinderprogramm ist doch brutaler als das.“

„Wir rennen doch auch mit Wasserpistolen draussen rum und schiessen uns ab!“

Bla bla bla…
Natürlich waren dann die Kritiker ruckzuck „politisch korrekte Gutmenschen und Langweiler“. Klar.

Ich denke, bei diesem Thema gibt es nicht das Schwarz und Weiss, wie man es aus dieser Diskussion oder auch der Presse herauslesen könnte.

Persönlich glaube ich nicht, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Computerspielen und Amokläufern gibt. Computerspielen ist mittlerweile ein Massenhobby und genausogut könnte man einen Zusammenhang zwischen Horrorfilmen und Amokläufern herstellen.
Niemand wird zum Amokläufer, nur weil er gern Counterstrike spielt.

Und dennoch glaube ich, dass Computerspiele die Art und Weise beeinflussen können, wie wir denken und handeln. Ein blödes Beispiel: Wenn ich den ganzen Tag ein Autorennspiel gespielt habe, und mich dann auf den Weg zu Freunden mache, erwische ich mich ab und zu dabei, dass ich doch etwas mehr aufs Gas drücke als sonst.
Den gleichen Einfluss kann Musik beim Autofahren haben. Bei Mozart fahre ich entspannt durch die Gegend, während ich bei Skrillex doch etwas flotter unterwegs bin. Deswegen gehe ich nicht gleich los und fahre nachts illegale Straßenrennen, aber der Einfluss ist dennoch spürbar.

Und wenn der Sohn der facebook-Frau bei dem Spiel kräftig flucht (Ich glaube, ich würde mich wundern, wenn „Fuck“ im Wortschatz meiner Tochter wäre.), zeigt das ja irgendwie, dass sich da zumindest eine gewisse Aggression aufbaut.

Shooter wie Battlefront sind schlicht gesagt Kriegsspiele, die mir als Protagonisten eine Waffe in die Hand drücken, damit ich damit möglichst viele Gegner umniete. Die einzige Lösungsstrategie, die es hier gibt, ist Gewalt. Möchte ich ein sechsjähriges Kind dem wirklich aussetzen?
Hier gibt es dann gern mal das Argument: „Das wird doch gar nicht als Gewalt wahrgenommen, sondern nur als Gameplay-Mechanik!“
Wenn das so ist, wieso schreien dann immer wieder Millionen von Spielern auf, wenn in Deutschland eine zensierte, blutfreie Version eines Spiels auf den Markt kommt?

Und könnte es nicht doch sein, dass wenn man jemandem, egal ob Kind oder auch einem Erwachsenen, mit solchen Spielen ins Hirn hämmert „Knall ihn ab, dann gewinnst du.“,  dieser jemand in einer entsprechenden Stress-Situation vielleicht doch eher gewalttätig wird, so wie ich nach einem Nachmittag mit einem Rennspiel schneller Auto fahre?

Jemand hat mir erst kürzlich erzählt, er würde sich überlegen, bei all dem Terror von dem man in letzter Zeit hört, eine Schusswaffe zuzulegen. Ich war einigermaßen entsetzt.
Denn wenn ich eine Waffe mit mir herumtrage, kann ich mir zwar noch so sehr vornehmen, sie nicht zu benutzen, aber was passiert, wenn mich doch mal jemand blöd anmacht und mir mit Prügel droht? Lasse ich die Waffe dann wirklich stecken? Oder eskaliert die Situation vielleicht doch noch schneller, als wenn ich keine Waffe dabei hätte?
Glücklicherweise konnte ich ihm die bescheuerte Waffen-Idee wieder ausreden, aber einen ähnlichen Effekte wie oben beschreiben können vermutlich auch Computerspiele haben und im schlimmsten Falle dafür sorgen, dass ich in bestimmten Situationen eben doch etwas anders reagiere.
Natürlich ist mir klar, dass man Computerspiele nicht direkt mit Waffen vergleichen kann, aber ich könnte mir vorstellen, dass der Effekt, den das Tragen einer Waffe und der Konsum von gewalttätigen Spielen auf die Psyche haben können, ein ähnlicher ist und die Hemmschwelle, eine Situation eskalieren zu lassen dadurch etwas niedriger ist.

Nicht ohne Grund gibt es Spiele wie „Americas Army“, mit denen die US-Regierung Rekruten für ihre Armee werben will. Auch die radikal-islamische Hisbollah hat mit „Specialforce“ einen Rekrutierungs-Shooter am Start. Kindersoldaten ausbilden ist zwar völkerrechtlich nicht gern gesehen, aber virtuell geht das Ganze offenbar in Ordnung. Würde die US-Regierung wirklich Geld für ein Spiel ausgeben, wenn sie sich dadurch nicht einen gewissen Effekt erhoffen würde?

Bei oben bereits genannter Diskussion auf Facebook wurden dann auch gern mal irgendwelche Studien gezückt, die belegen sollen, dass Spiele keinerlei Einfluss auf Kinder und Jugendliche hätten.
Wenn das so wäre, was würde das dann bedeuten? Können wir sämtlichen Altersfreigaben für Computerspiele in den Wind schiessen? Soll jeder – egal wie alt – jedes Spiel spielen können? Und gilt das gleiche dann nicht auch für Filme? Sollten Kinder dann nicht auch Saw gucken dürfen?

Wenn ein Spiel ab 16 freigegeben ist, und dann schon von einem 14jährigen gezockt wird, sagt vermutlich niemand was. Da muss man nicht päpstlicher sein als der Papst.
Ich selbst habe auch Filme geguckt und Spiele gespielt, die nicht für mein Alter angemessen waren, aber das heisst nicht, dass meine Eltern mir das erlaubt haben oder dass ich das meiner Tochter erlauben würde.
Ich war nur erschrocken darüber, dass es für einen Großteil der Diskussionsteilnehmer auf Facebook offenbar überhaupt kein Problem darstellte, dass eine Mutter einem 6jährigen – einem Kind, das noch nichtmal zur Schule geht – erlaubt, einen 3D-Shooter zu spielen, bei dem man auf doch recht detailliert dargestellte Menschen schießt und der ab 16 freigegeben ist. Egal, ob man dabei nun Blut sieht oder nicht. (Was bei Battlefront nicht der Fall ist.)

Letztenendes muss jeder selbst entscheiden, was er sich und seinen Kindern zumuten will. Ich bin sicherlich kein perfekter Vater oder der bezifferte „politisch korrekte Gutmensch“ und ich lasse meiner Tochter auch vieles durchgehen, aber ich weiß mit Sicherheit, dass ich mir ganz genau ansehen werde wie weit sie so ist, bevor ich ihr erlaube solche Spiele zu spielen. Mit 6 Jahren wird das aber ganz bestimmt nicht so weit sein.

 

Wie steht ihr zu dem Thema? Können Computerspiele einen Einfluss auf uns haben? Oder ist das alles Quatsch, blödes Gefasel und nicht mehr als die Suche nach einem Sündenbock für all die schlimmen Dinge die so passieren?

 

 

 

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About Uebelator

Filmfan, Videospieler, Nerd.

4 responses to “Die Gewaltdiskussion um Videospiele”

  1. Ma-Go says :

    Uff, ok der Reihe nach 😉
    Ich selbst habe als Kind schon viel auf der Super Nintendo gezockt. Allerdings waren das meiner Meinunng nach andere Zeiten. Die Grafik war nicht so realistisch wie heute und man konnte beispielsweise nicht wie heute in GTA „alles machen was man will“. Als ich dann ins Teenageralter kam und Spiele wie besagtes Counterstrike oder Unreal Turnament auf den Markt kamen, haben sich meine Interessen dann verlagert. Unter anderem auch deshalb, weil wir damals kein Geld für einen Computer hatten und ich deswegen alleine schon nicht mitreden konnte. Heute beschänkt sich mein Zockverhalten auf Sportspiele ala Fifa und NHL.
    Trotzdem finde ich die ganze Diskussion gleichermaßen spannend wie amüsant. Was man meiner Meinung nach DRINGEND unterscheiden muss, ist die Wirkung von Computerspielen auf Erwachsene und die auf Kinder. Das sind zwei komplett verschiedene Bereiche. Es hat schon seine (berechtigten) Gründe, warum Kinder nicht heiraten, wählen usw dürfen. Genauso gibt es Gründe, warum Kinder gewisse Spiele einfach nicht spielen sollten.

    Gamer argumentieren immer damit, dass man beim Zocken strategische Fähigkeiten erwerben und das logische Denken trainieren kann. Das klingt für mich als Nicht-Gamer absolut plausibel. Nur sollte bei Kindern die körperliche Entwicklung zunächst ein mal im Vordergrund stehen. Schlachtpläne entwerfen und Strategien entwickeln, kann man dann, wenn man ordenlich laufen, auf einem Bein stehen kann usw.
    Aber ich schweife ab.

    Was hoffentlich niemand anzweifeln wird, ist dass Kinder Dinge (egal ob Filme und Spiele oder zwischenmenschliche Erlebnisse) anders verarbeiten als Erwachsene.
    Wie du sehr treffend geschrieben hast, verändern Medien auf jeden Fall unsere Gefühlslage. Wenn ich einen Horrorfilm schaue, wird der Gang in den Keller danach unangenehmer als nach einer Liebesschnulze. Wenn ich eine Komödie schaue, bin ich danach gelöst und guter Stimmung. Wenn ich einen Pornofilm schaue… Egal.

    Meine aktuelle Gefühlslage entscheidet dann darüber, wie ich mich in verschiedenen Situation tendentiell eher verhalten werde. Das sind aber in der Regel keine langfristigen Verhaltensänderungen. Wer ständig Pornos konsumiert, ist im Alltag nicht dauererregt. Wer viele Komödien schaut, ist nicht wegen jeder Kleinigkeit ständig am Lachen. Und wer viele Horrorfilme sichtet, hat nicht ständig vor allem Angst. Genauso rennt jemand, der „Ballerspiele“ spielt nicht ständig aggressiv durch die Gegend, den Impuls verspührend willkürlich Leute abzuknallen.

    Das „Argument“ „Ich habe früher auch XY gespielt und aus mir ist was geworden“ bringe ich nicht ganz ernst gemeint auch öfter mal. Allerdings muss man sich vor Augen halten, dass sich die (medialen) Einflüsse auf Kinder in den letzten 10-20 Jahren massiv verändert haben. Dinge, die früher harmlos waren, wirken heute vielleicht viel drastischer. Und Dinge, die früher schockiert haben, lassen heute Kinder wie Erwachsene unter Umständen total kalt.

    Für dich und deine Tochter am Ende der Tipp: Im Zweifelsfall lieber tanzen, Fußball spielen oder sonst was machen. Da seid ihr auf der sicheren Seite 😉

    Gefällt 2 Personen

    • Uebelator says :

      Hey, erstmal vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
      Was meine Tochter angeht: Die ist noch nichtmal ganz vier und darf wenns hochkommt ab und zu mal 10 Minuten Angry Birds auf meinem Handy spielen. Alles andere muss da echt nicht sein und wir beschäftigen uns lieber mit Bauklötzen, dem Kaufmannsladen oder der Schaukel im Garten. Aber die liebt momentan die Eiskönigin und darf den Film bzw. immer mal kürzere Passagen daraus schon öftes mal gucken, wenn sie möchte. Das meinte ich damit, dass ich ihr einiges durchgehen lasse. Denn ich stimme dir voll und ganz zu, dass Kinder deutlich mehr Zeit mit „richtigen“ Spielen oder draussen verbringen sollten, als vor dem Fernseher.

      Bitte nicht falsch verstehen: Ich verstehe die Faszination von Gewalt in Spielen absolut. Ich hab das erste Doom im Teenageralter auch für die platzenden Gegner gefeiert oder im ersten „Soldier of Fortune“ Körperteile weg geballert.
      Damals war ich mit Sicherheit noch nicht erwachsen (aber immerhin auf dem Weg dahin) und ich hoffe sehr, dass mich diese Spiele damals nicht sonderlich beeinflusst haben.
      Und ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob die Unterscheidung zwischen dem Einfluss auf Erwachsene und dem Einfluss auf Kinder so relevant ist.
      Sicher sind Kinder beeinflussbarer und man muss nochmal mehr drauf Acht geben, was sie so konsumieren.

      Aber wenn ich mir anschaue, wie die Augen bei eineigen Erwachsenen leuchten, wenn sie mir detailliert erzählen, welche tollen neuen (in der Wirklichkeit existierenden) Waffen sie bei Battlefield freigeschaltet haben und wie wenig Rückstoß das M16 doch im Vergleich zur AK hat usw., dann hab ich schon den Eindruck, dass sich zumindest die Akzeptanz von Waffen und das Verhältnis zu bewaffneten Konflikten geringfügig ändert.

      Klar, deswegen läuft niemand gleich Amok, aber wenn ich erfolgreich Americas Army gespielt habe und mich dann irgendwann ein freundlicher Herr mit Armee-Frisur fragt, ob ich nicht mal Lust auf einen Job in Afghanistan hätte, dann bin ich vielleicht schneller dazu geneigt zu unterschreiben, denn ich darf dann ja die ganzen „coolen“ Waffen mal in echt ausprobieren.

      Und wenn man solchen Leuten tatsächlich echte Waffen in die Hand drückt, macht mir das dann schon ein wenig Angst.

      Was ich sagen will ist, dass ich glaube, dass wir Menschen – egal in welchem Alter – beeinflussbarer sind, als wir das gern hätten. Nicht umsonst werden Milliarden in die Werbung investiert. Und wenn wir im Supermarkt schon unbewusst zur lila Schokolade greifen, weil uns die Sache mit der lila Kuh im Fernsehen so gut gefallen hat, dann denke ich schon, dass auch die Gewaltausübung in Spielen sicherlich irgendwie ihre Spuren hinterlässt.

      Gefällt 2 Personen

      • Aktion Morgenluft says :

        Ma-Go ha eigentlich schon sehr viel Gutes dazu gesagt. Bei Kindern hört für mich die Diskussion auch auf. Bei Erwachsenen sehe ich das etwas anders. Ich persönlich spiele überhaupt nicht mehr oder nur zeitlich arg begrenzte Spiele. Allein, was man da an Dopamin in sein Gehirn feuert. Die meisten Spiele sind auf diese Suchterzeugung ausgelegt und fördern dieses Verhalten. Sicherlich muss das nicht bei jedem so sein.

        Aber: Ausnahmslos alle Gamer (also Vielzocker), die ich kenne, sind nicht mehr in der Lage das real life richtig zu genießen oder leidigen Pflichten nachzukommen, es sei denn das nächste Game ist in Reichweite. Kickt halt nicht so. Einige davon können nicht mal eine Seite in einem Buch lesen. Frustrationstoleranz = 0 (im Sinne davon, dass man auch mal etwas aushalten muss, was keine direkten XP gibt).

        Das muss nicht zu Gewalt führen, im Gegenteil. Ich sehe Depressionen da viel eher als Problem (die können viel eher zu Gewalt führen). Dazu kommt noch, dass viele oft mit anderen Gamern befreundet ist, das soziale Netz also auch nicht so weit gefächert ist, wenn Probleme auftauchen. Mag sein, dass ich etwas schwarzmale, aber das sind so meine Erfahrungen. Ich finde diese aktuellen realen Spielwelten auf vielen Ebenen sozial gefährdend, weil sie den Menschen vorgaukeln, dass sie sich in einer irgendwie gearteten Realität befinden (nicht alle Spiele, klar).

        Zudem ist es ein totes Medium. Man beschäftigt sich also viele, viele Stunden mit etwas, das nicht lebt. Sehe ich auch kritisch. Andere Dinge sind da eher Mittel zum Zweck. Ein Game ist reiner Selbstzweck. Niemand rennt aber deswegen auf die Straße und nietet Menschen um. Viele dieser Menschen sind sozial weitestgehend isoliert gewesen oder haben sich niemanden anvertraut. Und jeder, der sich schon mal verloren gefühlt hat, kann sich in diese Hilflosigkeit vielleicht ein Stück reinversetzen (was nicht heißt, dass man deshalb auf die Straßen rennen kann!).

        Und zum Thema Pornos werde ich jetzt keine Studien vorkramen, aber Porno-Sucht hat eine enorm hohe Dunkelziffer erreicht. Im Gegensatz zu Drogen, sind die halt immer und überall abrufbar. Das Material kann nach Gusto ausgewählt werden und wird bei regelmäßigem Konsum in der Quantität und Qualität noch gesteigert. Gleiches Prinzip.

        Sicherlich. Das ist alles sehr persönlich, aber ich finde beide Seiten wichtig. Es ist nicht gut, es zu verteufeln und zu verbieten, aber verharmlosen darf man es eben auch nicht. Der 6-Jährige hat das schon ganz schön kommuniziert, wenn er sicherlich auch was anderes gemeint hat 😉

        Gefällt 1 Person

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