Besten Dank an den Bart der Nation!

Leute sterben. Das ist ganz normal und gehört zum Leben dazu.

Und auch in diesem Jahr haben schon etliche Personen des öffentlichen Lebens ihren weltlichen Hut genommen und haben sich verabschiedet.

Mit Alan Rickman, Prince, Götz George, David Bowie, Peter Lustig und Muhammad Ali waren durchaus einige Legenden dabei, aber besonders überrascht und traurig war ich über den Tod von Carlo Pedersoli alias Bud Spencer.

Ja, wenn man Fotos von ihm aus den letzten Jahren gesehen hat, musste man sich eingestehen, dass er alt geworden ist. Und wenn man im Alter von 86 Jahren das Zeitliche segnet, kann man ja durchaus von einem langen Leben sprechen. Und trotzdem…

Bud Spencer ist einer, der in meiner Wahrnehmung nicht altert. Er ist immer noch Plattfuß, Banana Joe, Der Bomber oder der Große mit dem außerirdischen Kleinen und haut noch immer fleissig seine harte Kelle, wenn er nicht gerade kiloweise Spaghetti mampft.

Es ist nicht mal so, dass ich besonders großer Fan seiner Filme wäre, denn objektiv betrachtet sind die meisten davon für mein heutiges, erwachsenes Ich ziemlich dämlich. Aber als Kind habe ich sie geliebt! Und mit mir vermutliche eine ganze Generation von Kindern der 70er und 80er, die jetzt ähnlich bedröppelt aus der Wäsche gucken wie ich.

Wenn wir früher die Abenteuer aus den Filmen nachgespielt haben, wollte ich zwar immer Terence Hill sein, denn der sah einfach besser aus, war schlauer und hatte die flotteren Sprüche auf Lager, aber schon damals musste ich einsehen, dass keiner so zuhaut wie der Herr Spencer.

Western mit Bud Spencer waren irgendwie immer die coolere, frechere, actionreichere Version von Winnetou und wie dort, wusste man, dass den Bösewichtern am Ende das Handwerk gelegt wird und die Welt auf jeden Fall wieder in Ordnung ist. Aber bei Buddy gabs halt mehr Backpfeifen. Und das so schön und formvollendet, dass ich ihn heute gern als den Jackie Chan, der groben Keilerei bezeichne.

Ich habe schon lange keinen seiner Filme mehr gesehen, aber dann und wann habe ich mal vorbeigezapped und bin für eine Viertelstunde hängen geblieben, denn diese Filme sind einfach auf Zelluloid gebannte Kindheitserinnerungen und eine Konstante an die man sich immer gern erinnert. Mit ihnen ist es wenig mit einem alten Freund, den man nur alle paar Jahre mal sieht, aber mit dem es immer sofort wieder ist wie früher.

Trotz des großen Erfolges seiner Filme, blieb Pedersoli – soweit ich das beurteilen kann – immer auf dem Boden und war sich stets darüber bewusst, dass das was er da machte, keine hohe Kunst sondern Klamauk ist, und den lieferte er wohl nur allzu gerne.

Vielen Dank Bud Spencer und vielen Dank auch an seine ebenfalls bereits verstorbene deutsche Stimme Wolfgang Hess, für all die schönen Erinnerungen .

Und weils so schön war, hier noch einige der großartigsten Sprüche aus seinen Filmen:

„Dir spitz ich den Spargel an, bis man dich für´n Pfirsich hält.“
(Plattfuß am Nil)

„Butter ist Fett, und Fett verklebt die Klumpozipien oder wie das heißt!“
(Das Krokodil und sein Nilpferd)

„Dem beiß ich ne Beule in den Bart, dass dem die Hose wegfliegt!“
(Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle)

„Ich glaub, mein Tintenfisch kleckert!“
(Banana Joe)

„Ohne Heu kann das beste Pferd nicht furzen!“
(Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle)

„Von meiner Blutprobe könnten die Bullen Betriebsfest machen.“
(Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle)

„Machst du das noch mal, mach ich aus deinen Ohren einen Wäschetrockner.“
(Vier Fäuste für ein Halleluja)

Priester: „Es ist Luzifer, Luzifer persönlich verdrischt sie.“
Terence: „Kennst du den Typ?“
Bud: „Nie gehört. Klingt wie ein besoffener Profi aus Schweden.“
(Vier Fäuste für ein Halleluja)

„Du hast wohl Algen in deinen Horchlöffeln? Die werd ich dir mal richtig durchpusten!“
(Hector, der Ritter ohne Furcht und Tadel)

„Dir hau‘ ich doch den Staub aus deinem Pudel!“
(Plattfuß am Nil)

„Wir sind halbausgebildete Sanitöter!“
(Die Miami-Cops)

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