Tipp: The Amazing Race

Stefan Raab hat sich aus dem deutschen Fernsehen verabschiedet und mit ihm die letzte große Gameshow. Ja, es gibt noch „Schlag den Star“, aber zum einen wird die Show vom leidlich talentierten Show-Praktikanten moderiert, zum anderen ist sie alles andere als spanned, da dort wie so oft zwei Promis gegeneinander antreten, um den Gewinn an irgendeinen wohltätigen Zweck zu spenden.

Wo sind sie hin, die ganzen Gameshows, die in den 90ern die Fernsehlandschaft bevölkerten und regelmäßig übermotivierte Kandidaten zum Ausrasten brachten? Ganz normalen Leuten dabei zuzusehen, wie sie um einen höheren Geldbetrag, eine Traumreise oder was auch immer spielen hat doch an sich nichts von seinem Reiz verloren.

Stattdessen gibt es noch immer Casting-Shows und Kuppelsendungen für Minderbemittelte.

Und Joko und Klaas, so eine Art moderierendes Mini-Jackass-Duo, deren Sendungen irgendwie so wirken, als hätte man einer Truppe 15jähriger die Erlaubnis zum Fernsehenmachen und eine Menge Geld dafür gegeben. Das ist ganz unterhaltsam dann und wann, aber spannend ist das eben nicht.

Dabei gibt es doch wirklich tolle Gameshow-Konzepte, die unsere deutschen Sender nur einkaufen müssten. Und dabei rede ich nicht von Takeshis Castle.

Ich rede von „The Amazing Race“, einer Gameshow aus Amerika, die mittlerweile in die sensationelle 27. Staffel geht. Zurecht. Die Sendung hat zwölf Emmys gewonnen und läuft und läuft und läuft.

Aber worum geht’s denn eigentlich?

Im Grunde ist „The Amazing Race“ nichts anderes als eine große Schnitzeljagd rund um die Welt. Elf Zweierteams, die meist aus Leuten bestehen, die sich schon kennen (Beste Freunde, Geschwister, Vater und Sohn, etc.), rennen wie bekloppt los, um bestimmte Kontrollpunkte zu erreichen, die ihnen Hinweise auf ihre nächste Etappe geben. An den Kontrollpunkten müssen oft Aufgaben gelöst werden, bei denen es sich um Rätsel, Mutproben, Geschicklichkeitsspiele oder ähnliches handelt und die meist einen Bezug zum jeweiligen Land haben, in dem man sich gerade befindet.

Wie die Kandidaten diese Kontrollpunkte erreichen ist ihnen überlassen. Das Ganze ist natürlich angereichert mit allerlei Regeln und Spielmechanismen, aber das Grundprinzip ist simpel: Erreicht das Etappenziel, das letzte Team fliegt raus und wer am Ende übrig bleibt gewinnt 1.000.000,- Dollar.

Daraus ergibt sich quasi automatisch eine tolle Spannungskurve und man lernt mit jeder Folge die Kandidaten etwas besser kennen und ein Großteil des Spaßes bei der Show rührt daher, ihnen dabei zuzusehen, wie sie unter Druck und Stress reagieren.

Wenn zwei schwer gestresste amerikanische Cowboys mitten in Tokyo in einem Taxi sitzen und versuchen dem Fahrer, der kein Wort englisch spricht, zu erklären, dass Sie irre schnell zu einem Tempel müssen, von dem sie selbst nicht genau wissen, wie der aussieht, dann ist das einfach witzig.

„The Amazing Race“ ist die einzige Gameshow, die ich mit ähnlicher Begeisterung geschaut habe wie eine gute Serie. Klar, es ist amerikanisches Fernsehen und damit ein wenig zu laut und dramatisch für den deutschen Geschmack inszeniert, aber ich liebe die Show und frage mich wirklich, warum sie es noch nicht ins deutsche Fernsehen geschafft hat.

Wenn ihr also mal die Gelegenheit habt, schaut rein, denn ich wurde im Fernsehen selten besser unterhalten.

 

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