Marvel vs. DC

Im Moment ist es ja irrsinnig in Mode Superhelden gegeneinander antreten zu lassen. Aber was soll dieser ganze Quatsch mit „Batman v Superman“ und dem Marvel „Civil War“? Geben wir den Leuten doch endlich das, was sie sehen wollen… das worüber sich Fanboys seit Anbeginn der Comic-Drucklegung streiten: Den ultimativen Battle Marvel vs. DC!


Ich werde einfach mal versuchen, diese beiden Comic-Universen ein wenig auseinander zu nehmen, miteinander vergleichen und versuchen für mich heraus zu finden und zu begründen, was mir eigentlich besser gefällt. Dabei betrachte ich lediglich das, was man so aus den Filmen kennt und lasse die Comics mal außen vor.

Also: Ring frei für den Clash der Champions!

Runde 1: Die Protagonisten
Batman vs. Ironman: Wir beginnen den Fight mit zwei Charakteren die augenscheinlich viel gemeinsam haben. Beide sind Erben eines Multimilliarden-Dollar-Imperiums, beide sind reiche Playboys, beide haben selbst keine Superkräfte und behelfen sich mit Gadgets, die sie dank ihres brillanten Geistes entwickelt haben. Die Eltern von beiden sind gewaltsam ums Leben gekommen. Doch während Batman im Geheimen agiert und seine wahre Identität schützt, tritt Tony Stark in die Öffentlichkeit und bekennt sich zu seinem Superheldentum.

Was mich bei Batman fasziniert ist das düstere, leicht gequälte seines Charakters und die feine Linie zwischen Held und Verbrecher auf der er ständig wandelt. Er bekämpft das Verbrechen, ist aber unfähig selbst jemanden zu töten (wenn man mal von „Batman v Superman“ absieht), was gleichzeitig seine größte Stärke und Schwäche ist. Und wenn man das Argument anbringt, dass jeder Held nur so gut ist, wie sein Gegner, dann steht Batman mit dem Joker auf jeden Fall ganz weit vorn.

Ironman hingegen ist eine Rampensau, er stellt sich vor alle Leute hin, sagt Ihnen, dass er der Checker mit dem dicken Anzug ist und rettet ein ums andere Mal die Welt. Im Gegensatz zu Bruce Wayne liebt er wirklich Parties und trinkt gern mal einen über den Durst. Hier ist es etwas schwieriger einen klaren Antagonisten auszumachen… Den Mandarin? Und Ironman hat ganz klar die Schwäche, dass er auf diesen kleinen Reaktor in seiner Brust angewiesen ist.

Ein direkter Kampf Mann gegen Mann würde vermutlich unentschieden ausgehen. Ironmans Anzug ist zwar ein echter Vorteil, aber wenn man bedenkt, dass Batman selbst Superman eine blutige Nase gehauen hat, dann sollt ers mit so einem Stahlheini locker aufnehmen können.

Doch wer gewinnt den Fight? Auf jeden Fall ists eine knappe Kiste, aber nach Punkten kann Batman bei mir die Runde knapp gewinnen. Er hat einfach die besseren Schurken im Gepäck und bietet charakterlich ein paar Aspekte, die ihn ein wenig spannender machen als Tony Stark.

Superman vs. Captain America: Weiter geht’s mit dem zweiten Hauptkampf. Zwar sind beide irgendwie Fremde in einer fremden Welt, aber während Cap in der Allgemeinheit größtenteils als Everybodies Darling dasteht, sind sich die Leute bei Superman offenbar nicht so ganz sicher, ob sie ihn toll finden sollen, oder eher bedrohlich.

Beide haben Superfähigkeiten, doch während Steve Rogers „nur“ superstark und superschnell ist, kann Superman fliegen, Laser aus seinen Augen schießen und ist nur durch Kryptonit verwundbar.

An der Schurken-Front sind beide Helden gut aufgestellt. Superman´s Widersacher Nummer 1 ist Lex Luthor, während sich Cap hauptsächlich mit Red Skull (und den eigenen Leuten) herumschlägt.

Der Cap tritt in aller Öffentlichkeit als er selbst auf, während Superman als töffeliger Reporter Clark Kent unterwegs ist, den keiner erkennt, nurweil er eine Brille trägt.

Im direkten Fight wäre Superman vermutlich der Gewinner, denn hey… Laseraugen.

Wer gewinnt? In diesem Fall ists wohl ein klares Unentschieden. Beide Helden sind ziemlich perfekt und die Strahlemänner mit weißer Weste, was sie ein wenig langweilig macht. Superman ist ein Alien, was interessante Sci-Fi-Elemente in der Handlung zu lässt, während Cap schon im zweiten Weltkrieg unterwegs war und neben Verschwörungsgeschichten auch noch mit nett pulpigen Kriegsgeschichten aufwarten kann. Superman hat den besseren Schurken, dafür hat Cap die besseren Geschichten.

Runde 2: Die Nebendarsteller
In den Ringecken beider Kontrahenten gibt es jede Menge Unterstützung. Marvel hat da zum Beispiel Thor, Hulk, Black Widow, Spiderman, Ant-Man und – auch wenn es da noch kein Corssover gab – die X-Men nebst Wolverine, Deadpool sowie die Guardians oft the Galaxy im Gepäck. Alles ziemlich coole Typen.

Und wer steht da so bei DC hinter den Helden? Da gibt es Robin, Catwoman (gehört die zu den Helden oder Schurken?), Wonderwoman, Flash, Cyborg, Aquaman, Green Lantern und das wars dann wohl erstmal.

Ich möchte behaupten, diese Runde ist schnell entschieden. Klarer Sieg für Marvel.

Runde 3: Das Universum
Beide Kontrahenten halten sich in erster Linie in unserer realen Welt auf, doch während sich Marvel meist an realen Locations wie New York tummelt, sind sowohl Batman als auch Superman in fiktiven Metropolen zuhause. In beiden Universen geht’s ab und zu mal raus ins All oder auch in die Tiefsee und es gibt Schurken in allen möglichen Ausprägungen. Die „kleinen nervigen“, wie Rhino oder Zod, sowie die wirklich kosmischen Bedrohungen wie z.B. Thanos oder Darkseid. Insgesamt ist die Welt bei Marvel deutlich bunter und vielseitiger als die eher entsättigte, etwas düsterere DC-Welt und hat damit die Nase knapp vorn.

Runde 4: Teamfähigkeit
Bei Marvel haben sich allerlei Helden erst zu den Avengers geformt, um sich dann gegenseitig gepflegt auf die Rübe zu hauen. Trotz aller Zwistigkeiten funktionieren die vielen verschiedenen Superhelden prima als Team und es macht Spaß ihnen bei der Arbeit zuzusehen.

Batman und Superman können sich nicht wirklich leiden und sind momentan noch relativ weit davon entfernt die Justice League zu bilden, haben aber immerhin schon Seite an Seite mit Wonderwoman gekämpft.

Obwohl die Avengers super zusammen funktionieren, fragt man sich schon gelegentlich, wo sie denn eigentlich waren, als der Mandarin z.b. in Ironman3 Tony Starks Villa zerlegt hat. Das sind halt so die Fallstricke, bei einem großen gemeinsamen Universum und Marvel umgeht sie nicht alle. Trotzdem funktioniert das Team gut, ohne das es sich gezwungen anfühlt.

Bei DC läufts allerdings nicht ganz so rund. Batman funktioniert in meinen Augen einfach nicht als Teamplayer und all seine Düsternis wird dezent albern, wenn er zusammen mit einer Amazone und einem Alien kämpft. Ich will mir nicht vorstellen, wie das erst wird, wenn Flash und Aquaman noch dazu kommen. Und Superman ist ansich schon super genug. Der braucht eigentlich auch keine Hilfe. Von daher siegen die Avengers schon recht deutlich über die Justice League, denn bei ihnen wirkt alles aus einem Guss, während die DC Helden – zumindest das, was man bisher sehen konnte – etwas krampfig zusammen wirken.

Runde 5: Die Darsteller
Robert Downey Junior und Chris Evans gegen Ben Affleck (und Christian Bale, George Clooney, Val Kilmer und Michael Keaton) und Henry Cavill (und Brandon Routh und Christopher Reeve).

Man sieht, die Besetzung wurde bei DC öfter getauscht als die Panini-Bilder in meinem Bundeliga-Sammelalbum 1986. Das tat nicht gerade gut, wenngleich sowohl Bale als auch Affleck ziemlich gute Leistungen bei Batman gezeigt haben. Cavill als Superman ist auch gut, aber gegen das geballte Charisma eines Robert Downey Junior kommen sie halt nicht an. Ja, Chris Evans gibt’s auch noch, aber der fährt schauspielerisch ein wenig in Ironmans Windschatten. Die Marvel-Rollen sind auch wegen ihrer Kontinuität deutlich ikonischer als die von DC und schicken somit die Helden der Gegenseite mit technsichem K.O. auf die Bretter.

Der Kampf ist aus! DC hat sich wacker geschlagen und kräftig versucht, mit dem Favoriten aus dem Hause Marvel, der mit Disney einen dicken Sponsor im Gepäck hat, mitzuhalten. Letztlich musste DC leider zu Boden gehen, aber ich bin mir sicher, Batman und Superman werden ordentlich trainieren und alles geben, um beim Rematch bessere Chancen zu haben. Potenzial ist da, jetzt müssen Sie´s nur noch abrufen und nutzen.

 

 

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