Kritik: Star Wars Episode 3

Nachdem die ersten beiden Prequel-Episoden eher enttäuschend waren, fühlte es sich fast ein wenig wie Arbeit an, jetzt auch noch Episode 3 zu gucken. Aber hey, ich will die Sammlung ja komplett machen und außerdem sehen, wie Anakin Skywalker endlich die schwarze Röchelmaske aufsetzt.

Also los geht’s!

Die Handlung:
Huch? Was ist denn hier los? Ich hatte irgendwie erwartet, im gelben Crawltext etwas zu lesen wie: „Der Senat diskutiert die Möglichkeiten der unentgeltlichen Beförderung der Klontruppen zu Kriegszwecken mit unabhängigen Gutachtern verschiedener System.“, aber stattdessen klingt das Ganze echt spannend! Der Krieg ist ausgebrochen und es wird überall gekämpft. Einem fiesen General namens Grievous ist es sogar gelungen bis nach Coruscant vorzudringen und Kanzler Palpatine zu entführen und zwei Jedi (wer das wohl sein mag?) sind schon unterwegs um ihn zu retten.

So geht das!!! Mein Interesse ist geweckt.

Und kaum hab ich den Gedanken zuende gedacht, schmeißt mich der Film auch schon in eine Raumschlacht, die den Namen echt verdient. Überall kracht es, riesige Schiffe beschießen sich und Jäger düsen durch den Raum. Laserblitze zucken in rot und grün durchs All und hier wird dann auch mal deutlich, warum diese Filme ein „Wars“ im Namen haben. Das hier ist Krieg, aber er sieht super aus. Und: Wir beginnen den Film nicht mit irgendwelchen öden Gesprächen, sondern direkt mit einem Knall. Find ich super.

Anakin und Obi-Wan, die scheinbar zwischen Episode 2 und 3 die Frisuren getauscht haben, sausen mit ihren kleinen Jägern zwischen den großen Kampfschiffen hindurch und versuchen sich bis zu Grievous´ Flaggschiff durchzuschlagen. Dabei müssen sie sich allerlei Droiden erwehren (darunter ziemlich alberne, kugelige Buzzdroids, die irgendwie aussehen und Geräusche machen, als kämen sie von den Transformers), Raketen ausweichen und Klon-Piloten zu Hilfe eilen. Insgesamt ist diese erste Sequenz ähnlich vollgepackt und ein wenig überladen, wie z.B. die Verfolgung durch Coruscant in Episode 2, aber als knalliger Auftakt funktioniert sie hier ganz prächtig.

Man landet mehr oder weniger kamikaze-mäßig im Hangar vom bösewicht´schen Schlachtschiff, schnetzelt ruckzuck ein paar Droiden klein und macht sich auf den Weg, den Kanzler zu befreien.

Gefangene auf einem riesigen Raumschiff bzw. einer Raumstation zu finden, war im Star Wars Universum ja noch nie ein Problem und so stolpern unsere beiden Jedi-Helden in eine Art Thronsaal, wo Palpatine schonmal in seinem späteren Imperator-Sessel probesitzt. Allerdings ist der Gute mit irgendwelchen Energiefesseln an den Sessel gebunden (kriegt man sowas in der Fifty-Shades-Abteilung im intergalaktischen IKEA?) und bevor man ihn befreien kann, tritt auch der fiese Graf Dooku auf den Plan. Es kommt zum Kampf, in dem Obi-Wan bewusstlos zu Boden geht und Anakin, der seit seinem letzten Duell mit Dooku offenbar trainiert hat, kann den Grafen verwunden und hackt ihm nach einem kleinen Schubser aus Palpatines Richtung fachgerecht die Rübe runter.

Wow… ich bin hier etwas zwiegespalten. Einerseits funktioniert dieser Moment ganz hervorragend und zeigt Anakin Wut und den langsamen Drift in Richtung dunkler Seite. Auch dieser seltsame kreischend-quitschende Soundeffekt als er Dooku tötet ist super.

Andererseits mag ich es nicht, wie in den Prequels mit den Bösewichtern umgegangen wird. Dooku wurde als neue große Bedrohung in Episode 2 etabliert und nach gefühlten 10 Minuten Screentime wird er – ähnlich wie schon Darth Maul vor ihm – einfach entsorgt. Ich meine… das ist der Oberbösewicht der gesamten Clone Wars Serie. Hätte er da nicht etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen können? Wärs nicht vielleicht besser gewesen Grievous einfach weg zu lassen und Dooku dafür weiter auszubauen?

Egal. Grievous´ Schiff wird schwer getroffen und die Jedi müssen nebst Kanzler nun vom Schiff fliehen. Obi-Wan ist immer noch ausgeknockt und der fiese Politiker empfiehlt Anakin, ihn doch einfach mal liegen zu lassen, weil sie dann schneller wären. Das geht aber natürlich gar nicht und Anakin schultert seinen Meister prompt.

Unterwegs werden sie aber von Droiden aufgesammelt und General Grievous vorgeführt, der aussieht, wie eine Art mechanischer Vogel und offenbar noch eine schlimmere Asthma-Erkrankung hat als der späte Lord Vader. Das schockt unsere Jedi aber überhaupt nicht und ein paar Machttricks und Säbelschwinger später haben sie sich befreit, Grievous flieht mit einer Rettungskapsel und nun muss man versuchen, das Schiff irgendwie zu landen, das von der Schwerkraft des nahen Planeten Coruscant angezogen wird.

Es scheppert und kracht ordentlich als man das Schiff auf einem praktischerweise von Captain Zufall zielsicher platzierten, riesigen Landestreifen parkt und Zeit hat mal durch zu atmen.

Man kann sagen was man will, aber dieser Auftakt war im wahrsten Sinne des Wortes ein Kracher. Richtig gut gemacht.

Zurück auf Coruscant erfahren wir, dass Padme mittlerweile schwanger von Anakin ist. War da nicht irgendwas von „Jedi dürfen keine Liebesbeziehung haben.“?

Also eine Beziehung und evtl. sogar die Hochzeit geheim zu halten, kann ich mir noch vorstellen, aber wohnen die beiden nicht zusammen? Wird da wirklich keiner im Jedi-Rat misstrauisch? Okay, wenn sie immer nur in ihrem Turm rumsitzen und schlau gucken, merkts ja echt keiner.

Anakin wird jedenfalls zunehmend von Vision vom Tod seiner Frau bei der Geburt geplagt und Palpatine säuselt sich unbeirrbar in seinen Verstand und schürt seinen Misstrauen gegenüber den Jedi. Der Kanzler benennt ihn zu seinem persönlichen Repräsentanten im Jedi-Rat und möchte dass er ein Auge auf die Jedi hat.

Die wiederrum finden es gar nicht so cool, dass der junge Anakin nun mit in ihrem chilligen Turm sitzen soll, zumal sie ihm eigentlich noch nicht den Rang des Jedi-Meisters zusprechen wollen. Während Yoda eine Armee Klone zur Heimatwelt der Wookies begleitet, um dort die Seperatisten zu stoppen, soll Anakin direkt auf Coruscant den Kanzler beschützen. Das erzürnt den Jedi, der lieber kämpfen würde, aber Obi-Wan erzählt ihm etwas später, dass der Rat möchte, dass er sie über die Aktivitäten des Kanzlers informiert.

Blöde Sache das… So ist Anakin hin und her gerissen und weiß nicht so recht, wem seine Loyaliät gelten sollte.

Bissl komisch, dass beide Parteien ziemlich gleichzeitig zu Anakin kommen und ihn bitten die jeweils andere zu bespitzeln, aber gut…

In einer der besten Szenen des Films, treffen sich Anakin und Palpatine in einer Art Opernhaus und sehen seltsamen Wasserblasen beim Wabern zu. Nach einem Gespräch darüber, dass „Gut“ und „Böse“ immer nur eine Frage der Perspektive sind, erzählt der Kanzler dem Jedi eine alte Sith-Geschichte, von einem Meister, der so mächtig war, dass er nicht nur Leben erschaffen sondern auch den Tod aufhalten konnte. Anakin, der wegen seiner Vision um Padmes Leben fürchtet wird natürlich hellhörig und will wissen, wie man sowas denn lernen kann und Palpatine gibt ihm zu verstehen, dass das bei den Jedi wohl nicht drin ist.

Clever der Typ… von dieser Art philosophischer Auseinandersetzung mit den Ansichten der Jedi und Sith hätte ich in den Prequels gern mehr gesehen, auch wenn ich bei Star Wars eigentlich Fan davon bin, dass Gut und Böse so klar definiert sind.

Etwas später wird in einer Sitzung des Jedi-Rates bekanntgegeben, dass man herausgefunden habe, wo sich Grievous aufhält und Yoda rät zu einer schnellen, entschlossenen Aktion, um dem General das Handwerk zu legen. Anakin, der seit seinem gewonnen Kampf mit Dooku scheinbar echt scharf drauf ist, Bossgegner platt zu machen, meldet sich direkt freiwillig, aber Spielverderber und Profi-Kopfnicker Sam Jackson erklärt ihm, dass er da lieber einen erfahreneren Jedi hinschicken würde. Also muss Obi-Wan los.

Und wieder gibt es eine Szene, die überraschend gut funktioniert und das erste Mal einen Hauch von Freundschaft zwischen Obi und Ani durchschimmern lässt. Anakin bringt seinen Lehrmeister zum Raumschiff, welches ihn nach Utapau und damit zu Grievous bringen soll und als sie sich verabschieden und sich wünschen, dass die Macht mit ihnen sein möge, sagt Obi Wan noch wie stolz er auf seinen Schüler ist und dass er ein weit größerer Jedi ein wird als er es je war.

Es ist nur eine kleine, kurze Szene, aber irgendwie war sie verblüffend menschlich.

Obi düst jedenfalls nach Utapau, findet direkt den General, hat einen dieser großartigen Pläne, die Star Wars Helden ja öfters mal haben, und hüpft einfach mit einem freundlichen „Hallöchen!“ mitten in die Menge aus Kampfrobotern nebst dem doch recht verdutzten General. Dieser entpuppt sich als eine Mischung aus Transformer und Deckenventilator, klappt mal ben zwei zusätzliche Arme aus und gibt sein Bestes, um Obi Wan mit vier Lichtschwertern etwas Luft zu zu fächern. Der undankbare Jedi hat aber keine Lust auf Frischluft und stutzt den armen Metall-General wieder auf 2 Arme zurecht.

Die Klonarmee trifft ein und überall gehen die Kämpfe los. Grievous flieht mal wieder mit einem Fahrzeug, das aussieht wie ein Einrad mit vier Beinen und Obi nimmt die Verfolgung mit einer großen Eidechse auf.

Also… wenn die Armee doch eh überraschend kommt, warum ist Obi Wan dann vorgegangen? Hätte man doch auch noch ein paar Minuten warten können und sich das Risiko sparen können. Aber hey… Jedi sind Jedi… Die wissen was sie tun.

Apropos Wissen… Auf Coruscant unterhält Anakin sich gerade mit Palpatine, erzählt ihm, dass Grievous gefunden wurde und der kanzler enthüllt, dass er sich in der Macht gut auskennt und er eigentlich der Sithlord ist, der die Republik kontrolliert. Unser Jedi-Held ist hin und her gerissen zwischen „Hack ich ihn in Stücke?“ und „Lass ich ihn am Leben?“ und entscheidet sich für letzteres, um Palpatine a) vor den Jedi-Rat zu bringen und b) das Geheimnis um Leben und Tod von ihm lernen zu können um notfalls Padme zu retten.

Schließlich stellt Obi-Wan den klapprigen General Grievous auf Utapau und es kommt zum Kampf, bei dem Obi-Wan wie in fast jedem Kampf, zwischendurch mal wieder über einem Abgrund hängt, kurz bevor er seinen Gegner besiegt.

Anakin informiert Sam Jackson darüber, dass der Kanzler ein Sith ist und so wird ruckzuck eine schnelle Eingreiftruppe zusammengestellt, um den Übelwicht dingfest zu machen. Anakin soll unterdessen im Tempel warten.

Im Büro des Kanzlers stellen Sam und seine Jedi den Kanzler, der daraufhin voll austickt und Sams Freunde mit seinem Lichtschwert platt macht und sich dann ein Duell mit dem Pulp-Fiction-Jedi liefert, welches einigermaßen lächerlich wirkt. Ian McDiarmid, der Schauspieler von Palpatine ist einfach kein Actionman und das sieht man der Sequenz leider an. Unbeholfen stochert er, gruselig überzogene Grimassen schneidend mit seinem Lichtschwert in der Gegend herum und macht es einigermaßen unglaubwürdig, dass Sam Jackson seine Schwierigkeiten mit ihm hat. Darüberhinaus habe ich den Imperator nie als jemanden gesehen, der ein Lichtschwert benutzt, aber dazu später mehr.

Anakin, der im harten Gewissenskonflikt steckt, entscheidet sich schließlich doch dazu, in Palpatines Büro zu gehen und als er ankommt, hat Jackson den Kanzler gerade gestellt und in die Ecke gedrängt. Palpatine versucht seinen Finger-Blitz-Trick, der später auch bei Luke ganz gut klappt, doch Sam blockt die Blitze einfach mit seinem lila (?) Lichtschwert und wirft sie auf den Bösewicht zurück, der daraufhin in einem ziemlich miesen Spezialeffekt im Gesicht schmilzt und fortan aussieht, wie einer dieser komischen Faltenhunde.

Bislang dachte ich immer, der Imperator sähe so aus, wie er in Episode 6 aussieht, weil er halt so ein ewig alter Kerl ist. Die Erklärung mit dem geschmolzenen Gesicht finde ich persönlich ziemlich blöd, aber egal.

Sam ist kurz davor Palpatine zu töten, doch Anakin greift ein, hackt Sams Hand ab und der Kanzler blitzt ihn nochmal, woraufhin der geschockte Jedi aus dem Fenster fliegt.

Was folgt, sollte einer der definierendsten Momente der Star Wars Saga sein, aber leider funktioniert die Szene für mich aus verschiedenen Gründen nicht so richtig. Anakin schwört Palpatine die Treue und dieser akzeptiert ihn als seinen Schüler. Er gbt ihm seinen Sith Namen „Darth Vader“ und gibt ihm seinen ersten Auftrag. Er soll den Jedi Tempel angreifen und die Jedi vernichten. Jeden einzelnen. Und Anakin stimmt zu.

Was?!? Das war irgendwie zu… einfach. So, als würde man ein Schalter umlegen und ZACK! Anakin ist böse und metzelt ohne Erbarmen kleine Jedi-Kinder nieder, weil er seine Frau retten will. Ziemlich seltsam. Genau wie die komische Stimme, mit der Palpatine plötzlich spricht. Warum tut er das? Hat er das schon mal irgendwann gemacht? Macht das irgendeinen Sinn? Ich finds jedenfalls total bescheuert.

Anakin zieht jedenfalls mit einer Truppe Klonsoldaten los und fackelt den Jedi-Tempel ab, während Palpatine, den Befehl an alle Klonsoldaten sendet, Order 66 auszuführen.

Offenbar sind die Klonsoldaten irgendwie genetisch programmiert und fangen überall in der Galaxis an, ihre Jedi-Verbündeten nieder zu metzeln. Das ist wieder eine Szene, die unheimlich gut und stimmungsvoll und dramatisch ist. Toll gefilmt, tolle Musik. Sehr gut.

Auch Obi-Wan und Yoda können nur mit knapper Not entkommen und werden von Senator Bail Organa, einem Freund der Jedi aufgesammelt und nach Coruscant gebarcht, wo sie sich in den Jedi-Tempel einschleichen, ein gefälschtes Signal deaktivieren, welches weitrere Jedi in die falle locken soll und herausfinden, dass Anakin hinter all dem steckt.

Der hat inzwischen Padme erzählt, dass er nur noch kurz nach Mustafar (gibts da Döner?) fliegen muss, wo sich die restlichen Seperatisten verstecken. Wenn sie geschnappt wären, wäre der Krieg endgültig vorbei.

Während Palpatine in einem Senatsmeeting seine Lügen vom Versuch der Jedi den Senat zu stürzen erzählt und unter tosemden Applaus das neue galaktische Imperium ausruft, kommt Anakin/Vader auf Mustafar an, zersäbelt die französischen Froschgesichter aus Episode 1 und wartet auf weitere Befehle.

Obi-Wan kommt schließlich bei Padme an, fragt sie, nach Anakins Aufenthaltsort und verklickert ihr, dass ihr Liebster jetzt übrigens ein Kindermörder und der Erzfeind der ganzen Galaxis ist. Verständlicherweise hat die Gute Schwierigkeiten damit, das zu glauben und behält ihre Infos für sich.
So ganz sicher ist sie sich dann aber wohl doch nicht, und steigt kurz darauf in ihr chromiges Raumschiff, um zu Anakin zu fliegen und ihn mal zu fragen, ob an der Kindermörder-Nummer was dran ist.
Und Obi-Wan, der clevere Bastard schleicht sich mit ins Raumschiff und versteckt sich im Wandschrank.

Unterdessen schleicht sich Yoda zu Palpatine ins Büro und trifft dort auf den gesichtversehrten Imperator. Es kommt zum Kampf und soviel dieser Film auch richtig gemacht hat – diese Szene gehört nicht dazu. Ich habe Yoda und dem Imperator zum einen nie als Krieger gesehen, sondern eher als alte, weise Zauberer. Von daher passt es für mich absolut nicht ins Bild, wenn die beiden sich mit ihren Lichtschwerter beharken und durch die Gegend hüpfen wie Kermit der Frosch mit Hämorrhoiden. Ein Duell mit der Macht – meinetwegen mit Palpatines Blitzen usw. – hätte hier in meinen Augen viel besser gepasst.
Und zum anderen, mag ich es nicht so, dass Yoda und der Imperator in den Prequels quasi als die ultimative Ausprägung der dunklen bzw. hellen Seite der Macht dargestellt werden und sich als solche duellieren. Beim Imperator mag das ja noch hinkommen, aber in der Original-Trilogie habe ich Yoda irgendwie nie als den ultimativ guten Super-Jedi verstanden, sondern einfach als einen von vielen Jedi-Lehrmeistern, die es einst gab.
Yoda unterliegt jedenfalls im Duell und kann mit knapper Not entkommen.

Auf Mustafar trfft sich Padme mit Anakin, der vollkommen in seinen seltsamen Allmachtsphantasien aufgeht und einfach mal komplett ausrastet, als er Obi-Wan sieht. Er würgt erst Padme mit der Macht, faselt irgendwas von „Wenn Du nicht für mich bist, bist Du gegen mich.“ und beginnt einen heftigen Lichtsäbelkämpf mit seinem alten Lehrmeister. Blöderweise ist Mustafar eine Welt die aus einem einzigen dicken Vulkan zu bestehen scheint und so blubbert immer wieder glühend Lava in der Gegend herum und alle gerät völlig ausser Kontrolle als die beiden Streithähne im Kampf irgendeine Kontrollkonsole zu Klump hauen.
Um sie herum tobt das Inferno, alles bricht auseinaner und sie Hüpfen quasi von Stein zu Stein und klopen sich dabei, bis Obi-Wan Anakin schließlich die Beine absäbelt, als dieser nicht aufgeben will.
Anakin rutscht daraufhin immer mehr in Richtung der Lava und fängt Feuer, aber Obi-WAn hilft ihm nicht, sondern schnappt sich Anis Lichtschwert und geht. Nicht sehr Jedi-like. Er hätte doch zumindest Anis Leiden ersparen können…

Man fliegt also wieder zu einer Art Sammelpunkt der Rebellen, Padme bringt Zwillinge zur Welt und stirbt dabei aber an gebrochenem Herzen.
Okay, das ist blöd. Wenn sie daran gestorben wäre, dass AAnakin sie so fies gewürgt hat, käme ich damit klar, aber gebrochenes Herz ist so… kitschig. Egal…

Die Kinder werden in der Galaxis verteilt. Luke kommt zu seinem Onkel nach Tatooine, Leia wird von Senator Organa adoptiert (und hat damit deutlich mehr Glück gehabt), Obi-Wan versteckt sich mich Luke auf der Wüstenkugel und Yoda geht ins Exil nach Dagobah. Die interen Speicher der Droiden werden gelöscht, der Imperator sammelt Anis Reste ein, bastelt sie mit Maske und Anzug zu einem neuen, cooleren Darth Vader 2.0 zusammen und alles ist bereit für die Original-Trilogie.

Was soll ich sagen… Episode 3 hat mich überrascht. Es war immernoch kein guter Film, immernoch zu überladen, immernoch ziemlich meise Dialoge und immernoch zu viel CGI, aber es gab auch vieles, was wirklich toll war. Die ganze Eröffnungssequenz war großartig. Der Fall der Jedi war toll dramatisch und auch das letzte Duell zwischen Obi-Wan und Anakin war ein würdiger Showdown.

Die Charaktere:
Immernoch der Schwachpunkt der Prequels. So richtig, richtig sympathisch ist hier eingentlich niemand. Dennoch bekommen Obi-Wan und Anakin hier mehr Tiefe. Schade, dass Padme in diesem Teil an die Seitenlinie verbannt wurde und quasi überhaupt keine aktive Rolle mehr spielen durfte. Der Imperator und dessen Aufstieg war aber gut gemacht und solange er nicht Kämpfen musste, hat McDiarmid gut gespielt.

Der Look:
Ja, viel CGI, aber es sieht gut aus. Die Raumschlacht ist schlicht bombastisch. Grievous ist cool designed, wenngleich ich seine cartoonigen Spinnen-Krabbel-Bewegungen nicht möchte und auch sonst sieht hier vieles sehr schick aus. Die Sets auf Coruscant wirken aber immernoch komisch steril und leblos.

Fazit:
Der definitv beste Teil der Prequels. Emotional weit besser als die Vorgänger, aber immernoch mit vielen derer Schwächen behaftet. Trotzdem insgesamt ein Film, der gut unterhält und am Ende sogar ein wenig Gänsehaut hervorruft. Hätte ich bei den Prequels nicht mehr gedacht. Klar, vieles – wie Anakins Wechsel zu dunklen Seite – waren etwas überhastet, aber alles in allem würde ich Episode 3 als würdigen Auftakt für die Original Trilogie sehen. Und das hätte ich nach Episode 1 und 2 nun wirklich nicht mehr gedacht.

Du willst noch mehr Star Wars?

Hier gehts zum Review von Star Wars: Clone Wars
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Hier gehts zum Review von Star Wars: Battlefront
Hier gehts zum Review von Star Wars: Episode I
Hier gehts zum Review von Star Wars: Episode II
Hier gehts zum Review von Star Wars: Episode IV
Hier gehts zum Review von Star Wars: Episode V
Hier gehts zum Review von Star Wars: Episode VI
Hier gehts zum Review von Star Wars: Episode VII

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About Uebelator

Filmfan, Videospieler, Nerd.

12 responses to “Kritik: Star Wars Episode 3”

  1. Ma-Go Filmtipps says :

    Es kann durchaus sein, dass ich den Film nur deshalb so gut fand, weil die beiden Vorgänger so unterirdisch waren. Insgesamt haben die Stärken des Films (die du ja auch gesehen hast) die nach wie vor vorhandenen Mängel überwogen.
    Der Film hat mich emotional wirklich gepackt. Das war bei den Episoden IV – VI nur teilweise so.

    Gefällt 1 Person

  2. Curtis Nike says :

    Deine Rezension fand ich äußerst unterhaltsam 🙂
    Ich werde wohl mit den Filmen I – III nie wirklich warm. Allerdings stimme ich zu, Nummer III war von den Prequels der Beste.

    Gefällt 1 Person

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