Kritik: Star Wars Episode IV

Was macht die Faszination von Star Wars aus? Warum kriegen Fans weltweit Pipi in den Augen, wenn nach gefühlten 12 Millionen Jahren mal wieder ein neuer Teil angekündigt wird? Und warum sind Kinder ganz verrückt nach allem wo „Star Wars“ draufsteht, obwohl sie keinen einzigen Film davon gesehen haben?

Im Zuge der aktuellen Omnipräsenz der Marke „Star Wars“ in allen erdenklichen Medien, (selbst Ikea hat eine Lampe im Programm, die ein wenig aussieht wie der Todesstern und auch so beworben wird) habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, Teile meines Großhirns zu deaktivieren (das fällt mir nicht schwer) und die Original-Trilogie noch einmal so zu gucken, als wäre es das erste Mal. All die Kindheitserinnerungen und nostalgie-gefärbten Verblendungen werden so gut es geht ausgelöscht und ich versuche so objektiv zu bleiben wie nur möglich.

Wer die Original-Filme noch nicht gesehen hat (Gibt’s solche Leute?), sei gewarnt! Hier gibt’s Spoiler en masse…

Los geht’s:

Die Handlung:
Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis.

Schon dieser erste Satz lässt mich verwirrt am Kopf kratzen. Wieso denn vor langer Zeit? Die fliegen da doch mit Raumschiffen und schießen mit Blastern, warum ist das denn dann schon so lange her? Ungewöhnlich, aber cool. Und irgendwie egal.

In einem gelben Text erfahren wir etwas Exposition. Es scheint einen Bürgerkrieg zu geben und die guten Rebellen kämpfen gegen das böse Imperium. Ja, hier wird nicht um den heißen Brei herum geredet. Hier gibt’s keine Graustufen. Das Imperium ist böse und damit basta.

Eine Prinzessin hat die Pläne für die geheime Superwaffe des Imperiums gestohlen und versucht damit zu entkommen, aber das Imperium ist schon hinter ihr her. Wieder einmal runzle ich die Stirn, dass es auch im All noch einen Adelsstand mitsamt Prinzessinnen gibt.

Und dann starten wir mit einem der bekanntesten Eröffnungs-Shots, die es wohl so gibt, ein kleines Raumschiff düst durchs All, grüne und rote Blitze zucken hin und her und dann wälzt sich über uns der Rumpf eines imperialen Sternzerstörers durchs Bild. Hier wird wirklich kein Zweifel daran gelassen, wie es ums Kräfteverhältnis in der Galaxis bestellt ist.

Das Schiff wird ziemlich auseinander genommen und in den Bauch des Sternzerstörers gezogen. An dieser Stelle lernen wir die beiden Droiden C3PO und R2-D2 kennen, die durch die seltsam klinisch sauberen Gänge des Raumschiffes staksen bzw. rollen und dabei ein ziemlich albernes Bild abgeben. Der eine dünn und golden mit der Stimme eines britischen Butlers, der andere ist nur einen Meter groß, rollt auf drei Beinen durch die Gegend, hat blinkende Lampen überall und verständigt sich ausschließlich mit Pieps- und Pfeifgeräuschen, die komischerweise alle zu verstehen scheinen. Ja, wir sind in den späten 70ern. Kein Zweifel.

Die imperialen Truppen in coolen weißen Rüstungen und Helmen, die so aussehen, als wären sie ständig schlecht gelaunt, stürmen das Schiff und durchsuchen es nach den Plänen des Todessterns. Bilde ich mir das ein, oder hat dieses Imperium irgendwas gegen Sterne? Sternzerstörer… Todesstern… warum wollen die denn krampfhaft Sterne zerlasern? Egal…

Hier wird’s dann kurz etwas unübersichtlich. In einem Moment stiefeln unsere beiden Droiden-Freunde noch zusammen durch die Korridore und werden auf wundersame Weise nicht von den Blaster-Schüssen getroffen, die überall um sie herum fliegen, als sich Rebellen und Strumtruppen ein Gefecht liefern. Und im nächsten Moment sehen wir R2, der von einer Frau in weiß betüdelt wird. Irgendwie finden die Droiden wieder zusammen und machen sich auf den Weg zu einer der Rettungskapseln. Die Frau in Weiß, Prinzessin Leia, wird unterdessen von den Sturmtruppen betäubt und der Oberbösewicht hat seinen dramatischen Auftritt: Darth Vader.

Wo seine Strumtruppen in blütenreinem Weiß auftreten, hüllt er sich sprichwörtlich von Kopf bis Fuß in schwarz, denn er trägt einen Maske, die irgendwie aussieht wie ein Mix aus Gasmaske, Totenschädel und Samurai-Helm. Sehr beängstigend. Und passend zur Gasmaske, röchelt er mit jedem Atemzug vor sich hin und man fragt sich, warum das wohl so ist, und was für ein Monster wohl unter der Maske stecken mag.

Die Prinzessin wird verhaftet aber Vader ist ziemlich ungehalten darüber, dass die Pläne nicht an Bord des Schiffes sind. Sind sie nicht? Nein, denn R2-D2 hat die Pläne in seinem Speicher und sich selbst und seinen goldenen Kumpel gerade mit der Rettungskapsel in Sicherheit gesprengt.

Wobei Sicherheit eher relativ ist. Die beiden landen nämlich auf einem Wüstenplaneten, der so karg ist, dass selbst die Sahelzone im Vergleich wie eine Oase wirkt. Und Sand ist für so Droiden-Gelenke bestimmt nicht supergut.

Die beiden Roboter-Rebellen zerstreiten sich jedenfalls ganz amüsant direkt nach dem Crash und gehen getrennte Wege, nur um sich kurz darauf in einem fahrende Klotz wiederzufinden, der scheinbar einer Rasse von fiepsenden, kapuzentragenden Mauswesen gehört, die durch die Wüste fahren und Schrott verkaufen. Weil man in der Wüste ja bekanntlich irre viel Schrott findet…

Ihr Weg führt sie zu einer Feuchtfarm (Will ich wissen was das ist?) und hier treffen wir – nach einer guten halben Stunde – zum ersten Mal den Helden des Films, Luke Skywalker, einen blonden, weinerlichen, Jungen, der irgendwo um die 18 ist, sich aber stellenweise verhält als wäre er 13. Luke träumt davon, irgendwann von diesem Planeten wegzukommen (wer würde das nicht?), auf die Akademie zu gehen und ein Pilot zu werden, aber sein Onkel Owen hat da andere, bodenständigere Pläne auf seiner Feuchtfarm für ihn.

Hier hört man immer mal wieder kritische Stimmen, darüber dass Luke am Anfang des Films so ein Weichei ist, aber für mich ist das einfach ein klassischer Teil der Heldenreise. Im Idealfall verändern die Ereignisse eines Films dessen Protagonisten, so dass er am Ende gewachsen und zu einem anderen Menschen geworden ist.

Owen kauft jedenfalls die Droiden, denn ich schätze in der Wüste kann man einen Butler und einen Piloten immer gut gebrauchen und Luke bekommt erstmal die Aufgabe aufgebrummt, die beiden Blechbüchsen sauber zu machen. Und das obwohl er doch zur Toshi-Station wollte… Mann…

Als er gerade kräftig an R2 rumschubbert, löst Luke damit versehentlich eine Nachricht aus, die im Datenspeicher des Droiden festhing. Prinzessin Leia bittet darin einen General Obi Wan Kenobi um Hilfe und Luke erinnert sich an den alten Ben Kenobi, der irgendwo in der Nähe haust. So ein Zufall aber auch… Und als wäre damit noch nicht genug Verwirrung gestiftet, behauptet R2 auch noch, er würde diesem Kenobi-Kerl gehören und türmt bei der ersten Gelegenheit, woraufhin Luke und C3PO ihn natürlich verfolgen und prompt von einer Bande vermummter Wüsten-Heinis auf wandelnden Flokati-Teppichen angegriffen werden. Doch in letzter Sekunden werden Sie gerettet und zwar von keinem geringeren als dem seltsamen Eremiten und Tierstimmen-Imitator Ben „Obi-Wan“ Kenobi. Hab ich schonmal erwähnt dass es in diesem Film seltsame Zufälle gibt?

Ben nimmt Luke jedenfalls erstmal auf einen Drink mit zu sich nach Hause, (hat ihm denn keiner beigebracht, dass man besser nicht mit dem wunderlichen, alten Mann mitgehen sollte, auch wenn er einem Geschenke verspricht?) drückt ihm das Laserschwert seine Papas in die Hand und erzählt ihm, dass er mal ein guter Kumpel von Daddy Skywalker war und sie zusammen in irgendwelche Klonkriegen gekämpft haben. Gemeinerweise wurde er aber von Darth Vader verraten und umgebracht, der seinerseits ein Schüler Kenobis gewesen ist. Hui… Verstrickungen über Verstrickungen. Außerdem erzählt er ihm von den Jedi, die so eine Art galaktische Friedenstruppe waren, bis das Imperium kam und sie auslöschte. Und er klärt ihn über die Macht auf, von der es eine helle und eine dunkle Seite gibt und die den Jedi irgendwelche Zauberkräfte verleiht.

Schließlich spielen Sie auch Leias Nachricht ab und hören dabei heraus, dass sie Kenobi bittet R2 mitsamt den Plänen nach Alderaan zu bringen, wo jemand damit was anfangen kann.

Der alte Kerl bittet Luke dann seltsamerweise mit ihm nach Alderaan zu kommen und sich von ihm in der Macht unterweise zu lassen.
Okay… wir fassen also nochmal zusammen: Der alte, komische Kauz sammelt den angeschlagenen, blonden Jungen in der Wüste auf, nimmt ihn mit nach Hause, sagt er wäre ein Freund von seinem Papa, macht ihm schicke Geschenke und möchte gern, dass er länger bei ihm bleibt. Bin ich der Einzige, dem das geringfügig seltsam vorkommt?

Luke ist jedenfalls auch nicht gleich Feuer und Flamme und will lieber erstmal zu Onkel und Tante nach Hause fahren. Blöderweise war das Imperium schneller, hat die Spur der Droiden verfolgt, Lukes Zieheltern gefunden und zu knusprigem Kebab verbrutzelt, weil… äh… weil das Imperium böse ist und böse Sachen macht. Also wenn ich als Strumtruppler Droiden suche und mir die Leute sagen: „Ja, die haben wir gekauft, aber die sind gerade mit Luke unterwegs. Der kommt nachher wieder.“, dann würde ich nicht direkt den Flammenwerfer zücken, sondern mich selbst erstmal gepflegt auf einen Tee einladen und warten, bis der blonde Jüngling wieder kommt. Aber nein…. Sturmtruppen schießen zwar total genau (*hust*), aber die Hellsten sind sie wohl nicht und als Luke zuhause ankommt, sind sie schon wieder weg.

Da seine Karriere als Feuchtfarmer nun sprichwörtlich in Flammen aufgegangen ist, entschließt Luke sich kurzerhand zum Jedi umzuschulen und beim ollen Kenobi in die Lehre zu gehen und so macht man sich dann auf, um ein Schiff zu finden, welches die beiden nach Alderaan zur scharfen Prinzessin bringen kann.

Also eiern sie in ein staubiges Wüstenkaff und gucken sich in einer zwielichtigen Bar mit grooviger Musik nach Piloten nebst Schiff um.

Hier lernen wir dann auch Han Solo und seinen bepelzten Kumpel Chewbacca kennen (grandios gesprochen von Til Schweiger), die ihr Geld als Schmuggler verdienen und dabei keine Probleme damit haben, glubschäugige, grüne Schuldeneintreiber über den Haufen zu schießen.

Ja, Han hat zuerst geschossen!

Man wird sich jedenfalls handelseinig und der Trip nach Alderaan ist gebucht.

Unterdessen zieht das Imperium bei Prinzessin Leia andere Saiten auf. Nachdem die Gute auch nach intensivster Akupunktur-Behandlung durch einen kugeligen, schwebenden Folter-Droiden schweigsam blieb, droht nun der böse Groß-Moff (*lach*) Tarkin, der offenbar der Chef vom Todesstern ist, damit ihren Heimatplaneten Alderaan zu zerlasern, wenn sie ihm nicht den Standpunkt der geheimen Rebellenbasis verrät.

Da wird die Adelstochter weich, schustert sich irgendeine Lüge zurecht, Tarkin gibt trotzdem den Feuerbefehl, weil er eben ein Bösewicht ist und seine Superwaffe endlich mal testen will, und Alderaan verwandelt sich in ein Asteroidenfeld.

Der Rest der Heldentruppe besteigt am anderen Ende der Galaxie Solos Raumschiff, den „Rasenden Falken“, der laut Lukes Aussage nur noch Schrott ist. Aber der Schrott fliegt ganz gut und so entkommen sie, kurz bevor die imperialen Sturmtruppen sie gefangen nehmen konnten.

Schwuppdiwupp durch den Hyperraum! Und man landet überraschenderweise in einem Asteroidenfeld und wundert sich, wo denn Alderaan geblieben ist. Und anstelle des Planeten gibt’s nun einen kleinen Mond. Nein warte… das ist kein Mond… das ist… eine Weltraumputze eine Raumstation! Und bevor man sich versieht, landet man im Traktor-Strahl des Todessterns und wird in den Hangar gezogen.

Der Durchsuchung durch Sturmtruppen entgeht man, indem man sich in einem kleinen Gepäckfach versteckt und dann kann man Pläne zur Flucht machen.

Auch hier wundere ich mich über die überragende Intelligenz der imperialen Armee…
„Wir haben hier gerade ein Schiff aufgesammelt, aber da ist überhaupt niemand drin. Naja.. egal.“

Immerhin stellt man zwei Dödel ab, um das Schiff zu bewachen, aber diese werden prompt ausgeknockt und ihrer Rüstungen beraubt, so dass sich die ganze Truppe nun relativ frei im Todesstern bewegen kann. Der Plan ist, den Traktorstrahl zu deaktivieren und dafür muss man erstmal im System nachgucken, wo denn die Traktorstrahlkontrolle überhaupt ist.

Dabei finden sie heraus, dass sich Prinzessin Leia an Bord befindet (so ein Zufall!), und beschließen, dass Obi-Wan sich um den Traktorstrahl kümmert, während der Rest die Prinzessin sucht.

Ersteres ist offenbar nicht so schwierig und Obi-Wan hat recht bald den An-Aus-Hebel für den Traktorstrahl gefunden, den dummerweise irgendein Depp auf die Rückseite einer dicken Säule montiert hat, die in einem endlos tiefen Schacht steht. Benutzerfreundlich ist anders.

Luke, Han und Konsorten finden jedenfalls den Gefängnistrakt, (Das war ja einfach…) legen sich mit den Wachen an, (Okay, so einfach nun auch wieder nicht…) finden die Prinzessin, liefern sich eine Schießerei und entkommen nur durch einen beherzten Sprung in einen Müllabwurfschacht, dessen Gitter man mit einem Blasterschuss aufsprengt.

Also ich bin ja jetzt kein Profi für die Konstruktion von Raumstationen, aber warum braucht man denn mitten auf einem Korridor im Gefängnistrakt einen Müllabwurfschacht? Und wenn man den braucht, warum macht man da dann ein Gitter vor? Ist da einer der Strumtrupen der Müllbeauftragte im Gefängnis und hat einen Schlüssel dafür? Hmmm…

Man entkommt aus der Müllpresse und schlägt sich wieder zum Hangar durch, wo auch Obi-Wan angekommen ist und auf seinen alten Schüler Darth Vader trifft. Laserschwerter werden gezückt, es kommt zum Kampf und häh?

„Wenn Du mich schlägst, werde ich mächtiger werden, als Du es Dir auch nur entfernt vorstellen kannst.“, sagt Obi Wan, kommt sich für einen Moment vermutlich irre schlau vor und lässt sich von Vaders Schwert zersäbeln, macht aber einen auf David Copperfield und verschwindet anstatt einfach nur tot umzufallen. Verstehen wir das? Ich nicht.

Man weiss nicht recht, ob man trauern oder applaudieren soll, aber viel Zeit darüber nachzudenken bleibt nicht, dann man muss ja schließlich noch fliehen.

Die paar verfolgenden Raumjäger werden zerlegt und man flieht zur Rebellenbasis, um endlich die Pläne des Todessterns abgeben zu können.

Dort angekommen wird nicht lang gefackelt und ein tiptop Plan entworfen. Der Todesstern hat nämlich einen Entlüftungsschacht, der direkt zum Reaktorkern führt. Ein Entlüftungsschacht im Weltraum? Hmmm… Okay egal… Wenn man jedenfalls einen Torpedo in den Schacht schießt, kann man das ganze Ding sprengen und alles wäre gut.

An dieser Stelle möchte ich nur nochmal darauf hinweisen, dass selbst der Müllabwurfschacht im Gefängnis-Korridor ein Gitter davor hatte.

Wer hat diesen Todesstern geplant? Die Architekten vom Berliner Flughafen?

Für den Anflug auf den Schacht wird ein Graben empfohlen, der sich am Äquator des Todesstern befindet und an dessen Ende sich das Ziel befindet. Also… rein in die Raumjäger und ab die Post. Ich habe nicht so ganz verstanden, warum man durch den Graben fliegen muss und nicht einfach direkt den Schacht anpeilt, aber das wird schon seine Gründe haben.

Um die Sache noch etwas dramatischer zu machen, hat der clevere Darth Vader einen Peilsender im „Rasenden Falken“ versteckt und der Todesstern hat sich unbemerkt an die Rebellenbasis angepirscht (kann das Ding auch durch den Hyperraum fliegen?) und ist in Kürze in Feuer-Reichweite. Es ist also Eile geboten.

Es kommt zur Endschlacht und schließlich sausen allerlei Rebellenjäger durch den Graben, im Anflug auf den Lüftungsschacht und verfolgt von Darth Vader in seinem persönlichen Raumjäger. Am Ende bleibt nur Luke übrig, der seltsamerweise immer wieder Bens Stimme hört, die ihn kräftig anfeuert.

Er versenkt die Torpedos im Schacht (die komischerweise einen 90° Winkel fliegen, um genau zu treffen) und der Todesstern explodiert. Alle sind happy, werden gefeiert und bekommen eine Medaille verliehen (alle außer Chewbacca, aber vermutlich gibt’s auch im Weltall Rassismus). Ende.

Die Geschichte ist relativ einfach und unkompliziert und malt ein simples Schwarz-Weiss-Bild. Und das ist gut so. Genau so, möchte ich Space-Opera haben. Star Wars ist absolut keine Science Fiction, auch wenn es viele Raumschiffe und Laserblaster gibt. Vielmehr ist es eine Art Fantasy-Geschichte im Weltraum. Es gibt alte, weise Zauberer, den schwarzen Ritter, den jungen Zauberlehrling, Schwertkämpfe und eine Prinzessin in Not. Wunderbarer Stoff also, um den Dreizehnjährigen in uns allen happy zu machen. Hier und da hat Captain Zufall seine Finger doch ziemlich deutlich im Spiel, aber das ist alles nicht so wild.

Die Charaktere:
Der Film ist vollgestopft mit tollen Charakteren, die mittlerweile ja zu Ikonen der Pop-Kultur geworden sind. Luke, der naive Junge mit den großen Träumen, Han der charmante Draufgänger mit dem Herz aus Gold, Obi-Wan, der weise Lehrer, Leia, die Dame in Not, die aber tougher ist, als sie aussieht, die Droiden, die ein tolles Duo abgeben und natürlich Darth Vader, die röchelnde Personifikation des Bösen.

Die Schauspieler sind alle gut besetzt, wenngleich Mark Hamill und Carrie Fisher damals sicherlich nicht die größten Mimen der Welt waren und so manche Dialogzeile doch ein wenig gestelzt wirkt.

Der Look:
Ich spreche hier von der Special Edition, da es ja die Originale-Kinofassung leider nicht offiziell als BluRay gibt. Der Look des Films ist im Vergleich zu vielen anderen Sci-Fi-Klassikern angenehm dreckig. Alles fühlt sich so an, als wären es Orte an denen Menschen (und Aliens) leben und agieren. Die Welt ist klasse präsentiert, wenngleich einige der Alien-Masken schon ganz schön trashig und wie aus dem Theater-Fundus aussehen.

Die Überarbeitung der Special Edition ist in vielen Fällen fragwürdig und überflüssig, an anderen Stellen aber auch gut gelungen. So sieht der Film – wenn man mal von der vollkommen überflüssigen Szene mit dem digitalen Jabba absieht – auch heute noch gut aus und ist gut gealtert.

Fazit:
Star Wars ist ein tolles Weltraummärchen mit liebens- und hassenswerten Charakteren und einer Story die einen emotional mit auf eine Reise durch ein Universum voller seltsamer Kreaturen und Orte nimmt. Im Gegensatz zu vielen modernen Action-Filmen lässt sich „Eine Neue Hoffnung“ aber auch Zeit, um Orte oder Charaktere einzuführen und es reiht sich nicht eine Action-Szene an die nächste, was ich als sehr angenehm empfinde.

Und der Showdown ist auch nach heutigen Maßstäben extrem gut gemacht und spannend inszeniert.

Ganz wegsperren kann ich meinen inneren Fanboy nicht, aber ich denke auch ohne nostalgische Schönfärberei ist Star Wars „Uebelst geil“.

siegel_gut

 

Du willst noch mehr Star Wars?

Hier gehts zum Review von Star Wars: Clone Wars
Hier gehts zur Empfehlung von Star Wars Revisited
Hier gehts zum Review von Star Wars: Battlefront
Hier gehts zum Review von Star Wars: Episode I
Hier gehts zum Review von Star Wars: Episode II
Hier gehts zum Review von Star Wars: Episode III
Hier gehts zum Review von Star Wars: Episode V
Hier gehts zum Review von Star Wars: Episode VI
Hier gehts zum Review von Star Wars: Episode VII

Die Star Wars Saga gibts auch bei Amazon:

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

About Uebelator

Filmfan, Videospieler, Nerd.

10 responses to “Kritik: Star Wars Episode IV”

  1. Ma-Go Filmtipps says :

    Til Schweiger als Chewie 😀 😀 😀

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

dennishaackergrafik.wordpress.com/

Dennis Haacker / Grafik und Design

NerdicReviews

News, Games, Reviews & mehr

thomasthomasius

Noch einer der denkt, er wüsste was über Filme

Cinemagisch

FilmBlog von Ivonne Sielaff

What's Best in Life?

Ein Popkultur-Buchclub für Nerds

Dampfbloque

Alltag und Humor

Jargs Blog

Blog über Bücher und Medien

GREIFENKLAUE - BLOG

Rollenspiel ^ Fanzines ^ Podcast ^ RPG-Szene ^RPG-News ^LARP ^ Tabletops ^ Dungeons ^Maps ^Minis

Cinematographic Tides

Filmische Gezeiten / Filmbesprechungen nach Wetter- und Stimmungslage / Klönschnack inbegriffen

haltstop

Halt, stop - jetzt denke ich! Und zwar über Kino, Film und Fernsehen.

MovieTipp

Filme & Serien

Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken

zacksmovie

Film- und Serienkritiken

jacker's 2 Cents...

Filme // Musik // Podcasts // Sport // Kunst // Nerdstuff

Michael Meiser

Personal photo and text blog

Das Batman-Projekt

Kritiken und News zum Dunklen Ritter

Filmexe - Blog über Filme und Serien

Filme und Serien werden bei uns besprochen, in Form von Kritiken und auch einem Podcast. Jede Woche gibt es zwei Filmkritiken zu Filmen die gerade im Kino laufen oder auch schon länger draußen sind, der Filmpodcast heißt Filmexe Podcast.

Meine Kritiken

Filme, Serien, Bücher und Gesellschaftsspiele

Inglourious Filmgeeks

Die Filmwelt aus jungen Augen

Review-Mädchen

Beauty ● Filme ● Reviews

Star Wars Revisited News

"What the Special Editions should have been!"

ergothek

Der Blog mit dem DeLorean

%d Bloggern gefällt das: