Kritik: Escape Plan

Dinge, die man in den 80ern toll fand, müssen es nicht zwangsläufig heute auch noch sein. Erst kürzlich bin ich grandios daran gescheitert, mir den Pilotfilm zu Knight Rider anzugucken, aber ich musste leider nach einer halben Stunde abschalten, weil ichs kaum ausgehalten habe. Und auch wenn die kürzliche Verfilmung sogar ganz unterhaltsam war, könnte ich mir heutzutage auch keine Original-Folge des A-Teams mehr ansehen.

Aber es gibt auch Dinge , die gut gealtert sind. Sylvester Stallone gehört für mich dazu, Arnold Schwarzenegger eher weniger, aber die beiden zusammen in einem Flm zu sehen, hab ich mir schon in den 80ern gewünscht. Und nun wird der Wunsch erfüllt.

Arnold und Sly in einem Film? Und sie haben nicht nur so kurze Gastauftritte wie in diversen Teilen der Expendables, sondern sie spielen die beiden Hauptrollen? Alles klar… wird geguckt. Auch wenn kaum ein Film der beiden in letzter Zeit auch nur ansatzweise an ihre Kracher aus den 80ern heranreichen konnte (mit Ausnahme von Sylvesters letzen beiden Rocky-Ausflügen vielleicht). Trotzdem fühlt es sich ein wenig so an, als hätten Michael Jackson und Madonna eine Single zusammen aufgenommen. Die Musik mag nicht der Kracher sein, aber mal anhören will mans auf jeden Fall.

Die Handlung:
Ray Breslin (Sly) war früher einmal Staatsanwalt. Seid mir nicht böse, aber schon dieser erste Satz ist dermaßen albern, dass es den Film schon fast disqualifiziert. Ich nehme Sylvester Stallone ja einiges an Rollen ab, aber „Staatsanwalt“ gehört nicht dazu. Genauso wie „Gehirnchirurg“ oder „Quantenphysiker“. Wie dem auch sei. In der Vergangenheit hat er mal einen Kerl verurteilt, der aus dem Gefängnis ausbrauch und aus Rache Rays Frau und Kind umbrachte. Gemein.

Damit das nicht wieder passiert, hat Ray also einen Kurs an der Volkshochschule belegt und arbeitet nun als Sicherheitsexperte für Gefängnisse. In dieser Tätigkeit lässt er sich immer wieder „undercover“ in diverse Vollzugsanstalten einschleusen, untersucht sie von innen heraus auf Schwachstellen und versucht auszubrechen, was bislang immer geklappt hat. Seine Erfahrungen hat er in einem Buch zusammen geschrieben.

Seine Firma bekommt irgendwann den Auftag eine streng geheime Prototyp-Einrichtung zu testen und dieser Auftrag ist natürlich bombig bezahlt.

Breslin nimmt also an, einiges geht schief, es gibt Verrat hier und da und am Ende landet er also als vollkommen normaler Gefangener in diesem neuartigen Supergefängnis, dass unter Berücksichtigung aller Ratschläge aus seinem eigenen Buch gebaut wurde.
Aber damit nicht genug. Der Leiter der Einrichtung, ein windiger Sadist im Anzug verfolgt natürlich auch seine eigenen Ziele und macht den Insassen das Leben schwer.

Darunter auch ein Kerl mt dem schönen Namen Emil Rottmeyer (Arnold. Natürlich.), der offenbar relativ schlau ist (nimmt man ihm auch voll ab) und sich mit Breslin anfreundet.

Zusammen entwickeln sie einen Plan zur Flucht und geben alles, um aus dem Supergefängnis zu entkommen.

Escape Plan ist nicht total schlecht, aber irgendwie sitzt der Film zwischen den Stühlen.

Er ist zu plump, um ein cleverer Ausbruchsfilm zu sein und zu verschwurbelt, um ein geradliniger Actionfilm zu sein. Die Handlung hätte deutlich straffer erzählt werden können und der Fokus hätte noch stärker auf dem Ausbruch liegen können, der in meinen Auge irgendwie zu leicht war. Alles was die beiden sich vorgenommen haben, hat immer geklappt. Ohne echte Schwierigkeiten und so kam nur selten wirklich Spannung auf.

Die Charaktere:
Arnold und Sylvester machen eh das, was sie so machen. Da muss man nicht viel zu sagen. Ich fand den Film insgesamt recht gut besetzt. Jim Caviezel, Sam Neill, Vincent D´Onofrio besetzen die Nebenrollen. Und…äh… 50 Cent ist auch mit dabei.

Der Look:
Routiniert gemacht ohne große Höhen und nur gelegentliche Tiefen, wenn es um die computergenerierten Aussenaufnahmen des Gefängnisses ging.

Fazit:
Schwarzenegger und Stallone gemeinsam zu sehen macht Spaß. Leider wars das damit dann auch schon fast. Der Rest ist ziemlich vergessenswerte Hollywood-Massenware, die man zwar mal gucken kann und dabei ganz gut unterhalten wird, die aber absolut niemanden überrascht und keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Sobald ich diese Zeilen zuende geschrieben habe, werde ich bestimmt schon nicht mehr wissen, worums eigentlich ging.

 

Habt ihr Escape Plan gesehen?
Wie fandet ihr den Film?

Trailer: © Concorde Filmverleih GmbH. All Rights Reserved.

 

„Escape Plan“ gibts auch bei Amazon:

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