Kritik: Guardians of the Galaxy

BAM! Ja, ich weiss… ich betone oft und gerne, dass ich langsam genug habe von Superhelden-Filmen, aber das hier… das ist eine ganz andere Nummer.

Man nehme eine gute Portion Star Wars, eine Prise Iron Man, eine beliebig große Menge Comedy, und je eine Messerspitze Wrestling-Show und Streichelzoo, verquirle das Ganze für 121 Minuten und heraus kommen die Guardians of the Galaxy, der in meinen Augen unterhaltsamste Film, den Marvel und Disney in letzter Zeit so hervorgebracht haben.

Die Handlung:
Peter Quill – aka Starlord (aber das schient irgendwie nur er selbst so richtig zu wissen) – ist im Weltraum unterwegs, seit er als Kind im Jahre 1988 von Weltraumpiraten entführt wurde. Mit diesen Piraten tingelte er so durchs All und hat sich irgendwann zwischendurch selbstständig gemacht. Er hat ein eigenes Schiff (die „Milano“) und ist so eine Art Space-Indiana Jones, immer auf der suche nach antiken Artefakten, die er – im Gegensatz zum Vorzeige-Archäologen – gern an den Meistbietenden vertickt.

Auf einem verlassenen Planeten findet er schließlich eine seltsame Kugel, die irgendwie wertvoll aussieht und nimmt diese mit, ohne zu wissen, dass noch etliche andere extraterrestrische Eiernacken hinter dem Ding her sind. Allen voran der Chef der Eiernacken, ein gesichtbemalter Blässling namens Ronan (war der nicht mal in einer Boyband?) von Volk der Kree. Er und seine Leute haben irgendwie was gegen die friedlichen, zivilisierten Bewohner des Planeten Xandar, der genausogut Americana heissen könnte, denn schließlich ist hier auch der Sitz des Nova Corps, so einer Art galaktischer Friedenstruppe.

Auf jeden Fall sind alle möglichen Leute hinter Peter her. Die grünhäutige Gamora will die Kugel zu Ronan bringen, während das dynamische Kopfgeldjägerduo – bestehend aus dem putzigen, aber äußert bissigen Rocket Raccoon, einer Art Weltraum-Waschbär mit dicken Wummen und der wandelnden Wurzel names Groot – schlicht und einfach nur das Kopfgeld für ihn kassieren will.

Nach einigen turbulenten Verfolgungsjagden, landen schließlich alle zusammen im Gefängnis von Kyln, wo sie auf den mürrischen Drax treffen, der seinen fehlenden Hirnschmalz mit reichlich Muskeln und einem finsteren Gesichtsausdruck wett macht.

Das Team wäre also versammelt und fortan versucht man die blöde Kugel weiter zu verkaufen, verliert sie ein paar mal, bekommt sie wieder zurück und will schließlich verhindern, dass Bösewicht Ronan was ganz schlimmes damit anstellt.

Guardians of the Galaxy ist ein einziger großer Spaß, der sich zu keiner Sekunde ernst nimmt und irgendwie durchgehend locker flockige gute Laune verbreitet.

Sicher, die Handlung reisst in ihrer Komplexität und Tiefgründigkeit keine Bäume aus (Da hätte Groot was gegen!), aber sie unterhält dennoch ganz hervorragend.

Die Charaktere:
So macht man das. Wo andere Superheldenfilme es nichtmal schafen einen einzigen Helden als mehrdimensionalen Sympathieträger zu etablieren, hat man hier gleich fünf Charaktere, die man einfach mögen muss. Chris Pratt, als eine Art moderner Han Solo ist super, Rocket Raccoon macht großen Spaß und hat auch seine emotionalen Szenen, Drax ist auch mehr als nur der reine Muskelmann und Vin Diesel hat mit Groot definitiv die Rolle seines Lebens gefunden. Einzig Zoe Saldana als Gamora wirkt trotz grüner Hautfarbe im Vergleich ein wenig blass.

Blass ist ein gutes Stichwort, denn auch Bösewicht Ronan ist – diesmal seiner Hautfarbe entsprechend – ein blasser Geselle, der außer ein paar ärgerlichen Schreien und einem finsteren Blick mit vorgeschobener Schnute irgendwie nicht viel her macht. Da hat mir selbst Thanos besser gefallen und von dem sah man im Film nur eine gefühlte Minute was.

Der Look:
Wie üblich bei einem Marvel-Film mit einem derart großen Budget, sieht auch Guardians großartig aus und zaubert tolle Weltraum-Welten auf die Leinwand. Hier und da sieht man den Computereinsatz doch mal recht deutlich, aber speziell Rocket und Groot sind toll gemachte Figuren.

Etwas verwundert war ich bei der 3D-BluRay darüber, dass einige Passagen bildschirmfüllend sind, während andere wiederrum Kinobalken aufweisen. Offenbar scheint das aber volle Absicht zu sein, denn der eine oder andere 3-D Effekt geht durchaus über die Kinobalken hinaus. ganz witzig, aber seltsam.

Fazit:
Ein Blockbuster im allerbesten Sinne. Hinsetzen, angucken, genießen und auch dank der coolen 80er Jahre Mucke mit bester Laune wieder aus dem Kino kommen. So muss das sein. Und deswegen bekommt Guardians of the Galaxy von mir das Qualitätssiegel „Uebelst geil“.

siegel_gut

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Trailer: © Marvel Studios

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