Kritik: Batman: Arkham Knight

Dudududu Dudududu Dudududu Dudududu BATMAN!!!

Da ist sie wieder, die flatterige Flitzpiepe im Fledermauskostüm. Im nunmehr dritten, von Rocksteady produzierten Spiel rund um Bruce Wayne und seine Psychose gehts wieder rund und es soll sogar – zumindest laut Marketingabteilung – ein ganz neuer Bösewicht ins Batman-Universum eingeführt werden. Na wenn das nicht toll klingt.

Ich mag Batman und ich habe Arkham Asylum mit Begeisterung gespielt. Mir hat damals sehr gut gefallen, dass das Spiel diesen leichten Metroidvania-Touch hatte und man immer wieder durch bereits besuchte Gebiete des Asylums lief, und dann aber später Schlüssel oder andere Gadgets zur hand hatte, mit denen man Türen öffnen und damit andere Abschntte betreten konnte. So kannte man sich irgendwann super aus in der Irrenanstalt.

Der Nachfolger Arkham City, der von vielen als bester Teil der Serie angesehen wird, hat bei mir irgendwie nicht so recht gezündet. Vielleicht lags daran, dass ich damals nicht genug Zeit hatte, um mich wirklich mit dem Spiel zu beschäftigen, vielleicht lags daran, dass man hier eher einen OpenWorld-Ansatz probiert hat und nun die ganze Stadt begehbar war… (Open World ist so ein Trend, der mir persönlich nicht sooo supergut gefällt.)
Jedenfalls habe ich Arkham City nicht länger als 5-6 Stunden gespielt.
Arkham Origins, welches von Splash Damage entwickelt wurde, habe ich ganz ausgelassen und nun aber wieder mit Arkham Knight zu meinem Fleder-Freund zurück gefunden. Und wir haben uns auf Anhieb ganz gut verstanden.

 

Die Story:
Die Geschichte von Arkham Knight ist gar nicht mal schlecht, aber im Grunde sind es viele kleine Geschichten, die um eine Art Hauptstory angeordnet sind. In der Hauptgeschichte will Scarecrow die ganze Stadt mit seinem Psycho-Gas fluten und Gotham wird mal wieder evakuiert, was natürlich bedeutet, dass allerlei kriminelles Gesocks übrig bleibt und fleissig plündert und brandschatzt. So oft, wie da evakuiert wird, lohnt sich für jeden Bewohner Gothams auf jeden Fall eine Zweitwohnung in… äh.. Metropolis?
Egal… Scarecrow muss aufgehalten werden. Blöderweise hat er aber neuen Handlanger und Komplizen, den maskierten Arkham Knight, der eine ganze Armee von ferngesteuerten Kampfdrohnen dabei hat und offenbar einen persönlichen Groll gegen Batman hegt.
Natürlich können wir nicht zulassen, dass die Superschurken tun was sie wollen und ziehen aus, um ihnen kräftig einen vor den Latz zu ballern.

Dummerweise hat Batman in den letzten Teilen auch ein wenig Federn gelassen und wird nun von psychotischen Wahnvorstellungen des Jokers geplagt, den er überall sieht und der ihn die ganze Zeit vollquastscht. Toller Story-Kniff, um den interessantes Schurken des Batman-Universums trotzdem im Spiel zu haben.

Auf unserem Kreuzzug gegen das Verbrechen begegnen wir allerlei Gestalten aus den Comics… Wir vereiteln Two-Faces Bankraube, sprengen Pinguins Waffenlieferungen, legen uns mit Man-Bat und Firefly an und flirten mit Poison Ivy.

Die Story reisst keine Bäume aus, aber tut ihren Zweck und unterhält ganz gut. Lediglich die Auflösung von Arkham Knights Identität war dann doch etwas offensichtlich und letztlich enttäuschend.

Spielbarkeit:
Wer die älteren Arkham-Spiele kennt, erlebt hier keine großen Überraschungen. Batman kann toll durch die Stadt gleiten, sich von Gebäude zu Gebäude schwingen und im nachwievor großartigen Kampfsystem die Schurken vermöbeln. Klappt alles gut und geht locker von der Hand. Gadgets wie der Baterang, Explosivgel, oder Pfeile, die die Waffen der Gegner lahmlegen, helfen einem dabei.

Größte Neuerung ist das Batmobil, mit dem man nicht nur flott durch die Stadt heizt, sondern auch Rätsel lösen und im Panzermodus Drohnen zerlegen kann. Rund 40% der Spielzeit verbringt man in Batmans Fledermaus-Karre und das ist einer der am meisten genannten Kritikpunkte, denn die Steuerung des Hobels ist… suboptimal.
Das Ding sieht aus, als würde es mehr wiegen als Rainer Kallmund nach dem Mittagessen und schlittert über die Straßen , als wären die Reifen – ganz in Kallis Sinne – mit Butter eingeschmiert. Wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat gehts, aber anfangs hab ich wohl mehr von Gotham demoliert, als alle Schurken zusammen.
Die Panzer-Missionen sind ganz witzig und sind mehr Geschicklichkeits- als Ballerspiel, da man ständig den Schüssen der Drohnen ausweichen muss und dabei natürlich auch dafür sorgen sollte, diese zahlenmäßig zu dezimieren. Macht Spaß, aber ein paar weniger dieser Missionen hätten auch gereicht.

Abgesehen von der ungewohnten Bamobil-Steuerung funktioniert Batman aber ganz fantastisch und man fühlt sich – wie schon in Teil 1 – ganz schnell so, als wäre man der Fledermaus-Mann in Person.

Präsentation:
Ja, das ist der Next-Gen-Batman. Arkam ist toll düster und im Dauerregen. Die Figuren strotzen nur so vor Details und ich könnte stundenlang zusehen, wie die Regentropfen von Batmans Maske perlen. Das Spiel sieht einfach echt gut aus. Die Texturen sind super, die Beleuchtung klasse, die Animationen sind – bis auf wenige Ausnahmen, bei der Batman für einen Sprunkick 20 Meter durch die Gegend fliegt – sehr gelungen. Der Soundtrack fängt die Stimmung perfekt ein und die Sprecher (ich kenne nur die englischen) machen einen sehr guten Job. Da gibts wirklich gar nichts zu meckern. Zumindest auf den Konsolen. Auf dem PC siehts ja wohl etwas anders aus.

Fazit:
Arkham Knight ist ein würdiges Ende der Arkham-Trilogie und hat mich von Anfang bis Ende hervorragend unterhalten. Die Kämpfe machen immernoch Spaß und sind angenehm taktisch und knifflig, das Batmobil ist eine gute Neurung, die ganz neue spielerische Möglichkeiten eröffnet und die Handlung ist spannend genug, um mich bei der Stange zu halten. Das alles macht Arkham Knight zu einem Spiel, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.

 

Habt ihr Arkham Knight gespielt?
Wie ist eure Meinung zum Spiel?

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Trailer: © Warner Bros. Interactive Entertainment

„Arkham Knight“ gibts auch bei Amazon:

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