Kritik: Star Wars Battlefront

Hier nun mal ein kleiner Ausflug in die Welt der Computer- und Videospiele. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich auch Spiele-Reviews in diesem Blog schreiben soll. Wollt ihr sowas lesen, oder reichen euch die Filme und Serien? Für Feedback dazu wäre ich echt dankbar.

So…. nun aber mal zurück zu Thema. Battlefront. Alte Axt, wurde das Spiel im Vorfeld gehyped. Und wie so oft, wenn das passiert, wird auch Battlefront dem Hype nicht gerecht. Aber das tut wahrscheinlich kein Spiel.

Nach der Veröffentlichung hörte man jede Menge Kritik und das Spiel wurde ziemlich auseinander genommen für all das, was es nicht ist. Zurecht?

Spielbarkeit:
Wie spielt sich Battlefront? Wer schonmal die jüngsten Teile der Battlefield-Reihe gespielt hat, wird sich hier relativ schnell zurecht finden. In verschiedenen Modi – darunter klassisches Deathmatch, Punkte-Eroberungen, Raumjäger-Dogfights und Walker-Assault, bei dem ein AT-AT beharrlich auf ein Ziel zu marschiert, während die Teams versuchen den Kampfläufer zu beschützen oder zu zerstören – balgen sich eine Menge Spieler auf unterschiedlichen Schlachtfeldern direkt aus der Star Wars Saga.

Als Settings werden hier der Wüstenplanet Tatooine, die Eiswelt Hoth, der karge, graue Planet Sullust, sowie der Waldmond Endor geboten. Dazu kam kürzlich der aus Episode VII bekannte Planet Jakku. das klingt erstmal nach nicht besonder viel, aber die Maps sind sehr groß und es gibt pro Planet durchaus mehrere Karten, auf denen gespielt werden kann. Wieviele es genau sind, kann ich gar nicht sagen, aber am Umfang kann ich hier nicht meckern.

Man wird als Spieler also direkt in die Schlacht geworfen und muss versuchen seine Missionsziele zu erreichen. Dabei stellen sich einem natürlich die Spieler des gegnerischen Teams in den Weg und man ballert sich so seinen Weg durch die Levels frei, oder stirbt unterwegs. Wenn das passiert – kein Problem. Ruckzuck steht man wieder an einem der Einstiegspunkte und kann direkt wieder mitmischen.

Die Steuerung geht flott von der Hand, hält sich an gängige Shooter-Standards und präzises Zielen ist möglich und nötig.

Blöderweise schiessen die Gegner meist besser als ich, aber ich arbeite dran.

Für absolvierte Spiele erhält man am Ende, je nachdem wie gut oder schlecht man sich geschlagen hat, Punkte und stiegt so weiter im Level (bis maximal 50) auf, was dann Schritt für Schritt weitere Waffen und Gadgets freischaltet. Die Gadgets wie der Jetpack, mit dem man größere Sprünge erledigen kann, oder der Ionen-Torpedo, der an allerlei Fahrzeugen größeren Schaden anrichtet, sind noch ganz nützlich, aber bei den Schiesseisen hätte ich mir etwas mehr spürbare Unterschiede gewünscht, denn die Waffen fühlen sich doch recht ähnlich an.

Verteilt auf den Karten, finden sich immer wieder bläuliche Icons, die man einsammeln kann und dadurch weitere Boni bekommt. Z.B. kann man so einen AT-ST oder Tie-Fighter besteigen und damit die Rebellen aufmischen, oder man kann einen Geschützturm auftstellen oder ähnliches. Alles ganz nett.

Wer Battlefield kennt wird mosern, dass die Fahrzeuge nicht wirklich im Level stehen und dort auch bemannt werden können. Es hätte schon mehr Atmosphäre, wenn man in seinen X-Wing steigt und losfliegt anstatt ein blaues Icon zu sammeln und kurz darauf im Flieger wieder das Schlachtfeld zu betreten. Mir ist nicht ganz klar, warum das so gelöst wurde, aber wirklich stören tuts mich nicht.

Gelegentlich tauchen im Spiel auch Helden und Schurken wie Darth Vader oder Han Solo auf, die ebenfalls per blauem Icon aufgesammelt werden können und vor denen man sich als normaler Sturmtruppler in Acht nehmen sollte. Aber es ist schon ein gutes Gefühl, wenn man gerade den Rebellenstützpunkt stürmt und dann die Durchsage kommt, das Lord Vader dem Kampf beigetreten ist.

Die Präsentation:
Einer der Punkte, die das Spiel vermutlich am besten verkaufen. Das Spiel sieht großartig aus und noch nie hat man sich so authentisch im Star Wars Universum gefühlt. Alles sieht so aus, wie man es aus den Filmen kennt, alles klingt so, wie es klingen soll und der tolle Soundtrack tut sein übrigens. Explosionen sehen toll aus und man duckt sich lieber schnell weg, wenn der AT-AT auf einen feuert und die Rinde von den umstehenden Bäumen platzt.
Sehr, sehr geil.

Fazit:
So ganz kann ich die heftige Kritik an dem Spiel nicht nachvollziehen. Ja, es wäre schöner gewesen, wenn die Fahrzeuge wirklich im Level stehen würden. Ja, es wäre wohl schöner gewesen, wenn es wie bei Battlefield verschiedene Klassen gegeben hätte. Ja, die Integration eines Voice-Chats wäre eigentlich Standard gewesen. Ja, es ist nicht so taktisch, wie Battlefield.

Aber: Battlefront ist nicht Battlefield. Es richtet sich mehr an Gelegenheitsspieler, die gern mal Abends 1-2 Stunden zocken, als an die Hardcore-Gamer. Es spielt sich deutlich flotter und actionreicher als Battlefield und Konsorten und das ist gut so. Der Umfang geht für mich in Ordnung und rechtfertigt den Kaufpreis absolut. Oft wurde auch das Fehlen einer Singleplayer-Kampagne bemängelt, aber mal ehrlich… Hat irgendwer Battlefield wegen der Kampagne gespielt? Und gut war die auch nicht. Dann lieber gleich weglassen und einen guten Multiplayer-Part hinlegen. Und den hat Battlefront.
Das Spiel funktioniert in meinen Augen hervorragend. Es macht Spaß, ich kann schnell ein- und wieder aussteigen und abends gemütlich 3-4 Runden zocken. Und das ist für mich gerade echt optimal.

 

Habt ihr Battlefront gespielt?
Wie ist eure Meinung zum Spiel?

Gefällt Euch diese Kritik?
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Trailer: © Electronic Arts Inc.

„Battlefront“ gibts auch bei Amazon:

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About Uebelator

Filmfan, Videospieler, Nerd.

10 responses to “Kritik: Star Wars Battlefront”

  1. Uebelator says :

    Auf Playstation Experience gibts auch ein schönes Review:
    http://playstation-experience.com/2015/11/21/test-star-wars-battlefront/

    Gefällt mir

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