TRON – So hätte ich´s gemacht

Ja, ich weiss, es nicht direkt eine Filmkritik und ich bin mir nichtmal sicher, ob ich eine reine Kritik zu Tron Legacy schreiben werde, denn vieles von dem, was ich dazu zu sagen habe, werde ich hier schon unterbringen.
An dieser Stelle möchte ich nur soviel sagen: Ich war von dem Film total enttäuscht. So enttäuscht, dass ich mich etwas später hingesetzt habe und meine Gedanken dazu aufgeschrieben habe, wie ich eine Fortsetzung gestaltet hätte.

Ich behaupte nicht, dass ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe und dass meine Variante total überlegen ist, aber ich glaube bei der Fortsetzung von Tron hat man vieles einfach falsch gemacht und damit den Geist des Originals vollkommen verfehlt. Und das habe ich versucht besser zu machen.

Aber zuerst mal… Es ist überhaupt eine blöde Idee, eine Fortsetzung zu Tron zu machen. Ja, ich mag den alten Film wirlich. Ja, er hat Kultstatus, aber das ganze Konzept des Films ist so sehr in den 80ern verwurzelt, dass es heute einfach nicht mehr funktioniert. Damals beschränkte sich die Optik von Computerspielen eben auf wenige Punkte und Linien, die über den Bildschirm flimmerten. Das liess natürlich jede Menge Raum für die eigene Vorstellungskraft und so erschuf man sich aus diesen paar Pixeln eigene Phantasiewelten. Und diese hat Tron eben filmisch visualisiert und versucht das Innere eines Computers als eigene Welt abzubilden. Großartige Idee.

Heutzutage können selbst 3-jährige mit Smartphones umgehen (ich spreche da aus Erfahrung!) und Computerspiele sehen immer realistischer aus, so dass da wenig Raum für eigene Interpretationen bleibt. Wozu also die Welt im Computer abbilden, wenn wir genau wissen, wie diese aussieht? In meinen Augen macht da eine stumpfe Fortsetzung, so wie sie gemacht wurde, mit Lightcycle-Rennen usw. einfach keinen Sinn.

Aaaber, in den letzten Jahren hat sich ja in der Computerwelt einiges getan und warum greift man das nicht für eine Fortsetzung auf? Themen wie Datensicherheit, globale Vernetzung, Hacking?

Das habe ich mit meiner Variante versucht, auch wenn ich absolut kein Informatiker und Computer-Profi bin.

Nun aber viel Spaß mit meiner Version von

Tron 2.0

Kevin Flynn wird nach dem ersten Teil Präsident von Encom. Der Konzern produziert neben Computerspielen auch das verbreitetste Betriebssystem comOS, welches auf so gut wie jedem Rechner – beruflich und privat – installiert ist.  Die Veröffentlichung der neuesten Version comOS 9 steht kurz bevor. Diese wird endlich die Brücke schlagen zwischen klassischen Desktop-Rechnern, Smartphones und Tablets und eine gemeinsame Schnittstelle für alle onlinefähigen Geräte bieten.

Nach seinem Abenteuer in der virtuellen Welt, hat sich Flynn immer wieder dorthin begeben und sieht diese alte, antiquierte Computerwelt als einen Zufluchtsort.
Aber auch neue Software entwickelt Flynn „direkt vor Ort“ im System, wo er dank einer Art virtuellen Konsole fast wie eine Art Gott agieren kann. Hierbei bewegt er sich auch durch Welten, die weit fortschrittlicher und moderner aussehen, als das was wir vom 80er-Jahre Tron kennen – eher wie aktuelle Computerspiele.  Unterstützung findet er dabei von seinem engsten Vertrauten Aaron Blain, einem jungen, talentierten Programmierer, der ähnlich nerdig ist, wie Flynn selbst. Er hat ihn schon in jungen Jahren angestellt und unter seine Fittiche genommen.

John Fletcher arbeitet für den amerikanischen Geheimdienst und ist immer wieder an Flynn und Encom mit der Forderung herangetreten, das comOS 9 einen versteckten Zugang für die Regierung bieten soll, der es ermöglicht, jeden beliebigen Rechner und jedes mobile Gerät auszuspionieren. Flynn lehnte – trotz exorbitant hoher gebotener Geldsummen – ab.

Fletcher gab sich damit aber nicht zufrieden und setzte die begabtesten Programmierer  der Regierung daran, einen Virus zu entwickeln, der die Software auf dem Encom-Firmenserver dahingehend umbaut, dass der Geheimdienst einen Zugang dazu hat.
Dieses Virus wurde Transforming & Replicating Access Programm (TRAP) genannt.

Während Flynn und Blain wieder in der virtuellen Welt sind, und dort programmieren, gelangt TRAP in das Encom-Firmennetzwerk und beginnt damit, sich auszubreiten und die Programme zu infizieren. Dabei infiziert es auch PORT, das Programm, welches die Schnittstelle zur realen Welt kontrolliert, so dass Flynn und Blain in der virtuellen Welt gefangen sind. PORT wird von TRAP dazu benutzt, die Verbindung zu Fletcher herzustellen.

Infizierte Programme haben in der virtuellen Welt einen grünlich schimmernden Chip im Nacken und verhalten sich wie die Körperfresser – äußerlich unauffällig, aber sie tun alles, um weitere Programme zu infizieren und TRAP so Zugang zu immer mehr Bereichen des Servers zu geben, bis er schließlich comOS erreicht.

Als mehrere Programme die Helden infizieren wollen und diese aber immun dagegen sind, denn schließlich sind sie User, werden Flynn und Blain gefangen genommen und TRAP vorgeführt, der sie als Gefahr einstuft und auf den Spieleraster schickt, wo sie hoffentlich sterben werden. Den Zugang zu Flynns virtueller Konsole (in Form eines Armbandes) wird ihm natürlich abgenommen und zerstört.

In der echten Welt erhält Fletcher neugierig Updates von TRAPs Fortschritt. Als er davon erfährt, dass ein User namens Flynn aufgetaucht ist, wird Fletcher etwas hektisch.

Auf dem Spieleraster müssen sich die Helden in allerlei modernen Spielen (Shooter, Racer etc.) beweisen.
Flynn hat den Plan, sich bis zu dem Server-Bereich durchzuschlagen, auf dem seine alten Daten – mitunter auch die neueste Version von TRON – liegen und mit dessen Hilfe TRAP zu besiegen, die infizierten Programme zu bereinigen und wieder in die reale Welt zurückzukehren, um die Veröffentlichung von comOS zu stoppen, bis der Virus entfernt wurde.

Irgendwie gelingt es den Helden, zwischen den Kämpfen auf dem Raster eine einfache Form von Flynns Konsole zu bauen, mit deren Hilfe sie aus dem Spieleraster ausbrechen können.  Sie fliehen vor TRAPs Truppe in den Serverbereich, in dem die alten Daten liegen. Was folgt sind Verfolgungsjagden mit Lightcycles in vertrauter TRON-Optik, Panzergefechte usw… Schließlich gelingt es den Helden, sich bis zu TRON durchzuschlagen und ihn zu aktivieren. TRON kopiert seine Virenscanner-Funktionalität auf die Disks der Helden und zu dritt machen Sie sich auf den Weg zu TRAPs Kommando-Schiff, welches gefährlich nahe an comOS dran ist.

Fletcher, der im Entwicklungsbereich des Geheimdienstes angekommen ist, startet einen Digitalisierungs-Laser, den die Regierung schon vor Jahren mal entwickelt hat.

Die Helden entern TRAPs Kommandoschiff und schlagen sich bis zum ihm durch. Auf der Brücke hält er PORT gefangen und erwartet sie mit einem weiteren Verbündeten: Fletcher hat die virtuelle Welt betreten und kann diese dank einer eigenen virtuellen Konsole an seinem Handgelenk beinahe nach Belieben verändern.

TRON nimmt den Kampf gegen TRAP auf, während Flynn und Blain gegen Fletcher antreten. (Disk-Duelle etc.) Blain lenkt Fletcher ab, während Flynn versucht, ihn mit Hilfe der provisorischen Konsole zu unterstützen und dessen Eingriff in die virtuelle Welt zu bremsen.

Mit knapper Not gewinnen die Helden gegen Fletcher, können ihm seine Konsole abnehmen und so im letzten Moment verhindern, dass TRAP sich von seinem Kommandoschiff aus auf comOS stürzt, um es zu infizieren.

Sie befreien schließlich PORT und kehren zurück in die echte Welt.

 

 

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  1. Empfehlung: Rollenspiele | AUGEN² - 18. Februar 2016

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