Kritik: Terminator: Genisys

Der Eine oder Andere hats vielleicht schon aus meinen früheren Kritiken herausgelesen: Ich bin Fan der ersten beiden Terminator-Filme. Und alles was danach kam fand ich eher so mittelmäßig bis richtig schlecht.

Da gabs Terminator 3, der diesmal mit einer weiblichen Terminatrix daher kam und auf der einen Seite ganz ordentliche Krawall-Momente hatte, die hier und da an die Originale erinnerten (z.B. die Verfolgungsjagd mit diesem Kran-Laster. Oder die Schiesserei auf dem Friedhof), auf der anderen Seite aber mit einem Haufen blöder Ideen und peinlicher Gags vollgestopft war.

Terminator: Die Erlösung hatte zwar immerhin Christian Bale als Hauptdarsteller, aber die einzige Erlösung, die es in diesem Film gab, war der Abspann als man endlich nach Hause gehen durfte. Langweilig, unlogisch und trist in der Optik. An diesem Film mochte ich mal so wirklich gar nichts.

Und nun also Genisys, der eine Brücke zum ersten Teil schlagen will. Ob das klappt?

Die Handlung:
Äh… ja… wo fang ich da an? Ziemlich verschwurbelter Zeitreise-Scheiss.
Also… In der Zukunft kämpfen Menschen gegen Maschinen und die Maschinen sind- wie aus dem ersten Teil bekannt – dabei zu verlieren und wollen noch schnell einen Terminator in die Vergangenheit schicken, um Sarah Connor (Nicht die singende Tante aus Delmenhorst), die Mutter des Anführers des Menschen-Widerstandes zu töten, bevor diese ihren Sohn zeugen kann. Also schicken die Menschen schnell einen ihrer Soldaten hinterher, damit er Sarah rettet.

Soweit so bekannt.

Aber als sowohl der Terminator als auch Kyle Reese im Jahre 1984 ankommen, stellen wir fest, dass einiges anders gelaufen ist, als wir erwartet hätten. Sarah Connor ist jetzt die Mutter der Drachen aus Game of Thrones – was sogar eine ganz gute Besetzung ist – und hat einen eigenen Arnold-Terminator an ihrer Seite, weiss von allem Bescheid und rettet zur Abwechslung mal Reese den Allerwertesten. Ich muss zugeben, dass ich nicht mehr, weiss, wie diese Änderungen der Zeitlinie begründet waren, aber wahrscheinlich ists auch egal.

Jedenfalls hat Reese Wind davon bekommen, dass er der Papa von Sarahs Kind sein muss, was er im Gegensatz zu ihr gar nicht so übel findet, aber bevor man gemeinsam ins Bett hüpfen kann, um mit Sex die Welt zu retten (Ist das die eigentliche Botschaft von Terminator?), muss erst noch die Apokalypse verhindert werden.

Diese ist allerdings ungefähr so termintreu wie die Architekten vom Berliner Flughafen und findet nun nicht mehr 1997 sondern erst im Jahr 2017 statt, was in etwa der Verzögerung in Berlin entsprechen dürfte. Das alles wissen sie, weil Kyle irgendwelche komischen Visionen hat und weiss, dass die Apokalypse irgendwie zeitgleich mit dem Start einer App namens Genisys stattfindet.

Also flutscht man mal kurz per selbstgebauter Zeitmaschine ins Jahr 2017 und macht sich daran die Welt zu retten, alles in die Luft zu sprengen und schließlich den Nachwuchs zu zeugen.

Unterwegs gibts noch allerlei Twists, die größtenteils blöd sind und daher lieber keine Erwähung  hier finden sollten.

Insgesamt war die Handlung erträglicher als bei den direkten Vorgängern, aber trotzdem nicht der Knaller.

Und irgendwie fehlte für mich dieses Terminator-Gefühl, von dem ich anfangs sprach. Ich erwarte großes Krawall-Kino und spektakuläre Action und davon hatte Genisys irgendwie nichts, was länger im Gedächtnis bleiben würde.

Die Charaktere:
Kyle Reese blieb blass und austauschbar, Sarah Connor war gut besetzt und eine angenehme Überraschung und Arnold machte hier auch eine ganz gute und vor allem selbstironische Figur. Der Bösewicht ging aber gar nicht.

Der Look:
Es wird reichlich aus dem ersten Teil zitiert und die Optik ging schon in Ordnung. Der CGI-Arnie sah sogar richtig überzeugend aus. Optisch konnte der Film schon ein bissl was.

Fazit:
Unterhaltsamer, aber vergessenswerter und damit überflüssiger Nachfolger zu einer Filmreihe die schon lange hätte beendet sein sollen.

 

Habt ihr Terminaor: Genisys gesehen?
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Trailer: © Paramount Pictures

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