Kritik: Paddington

Ja, was soll ich sagen…
Heute gibts einen Film aus der Kategorie: „Awwwwww….“

Es soll ja durchaus Leute im Internet geben, die sich Filme angucken und hinterher ihre Eindrücke aufschreiben oder per YouTube kundtun oder irgendwie anderweitig mit der Welt teilen.

Wenn man sonst nichts zu tun hat… Freaks.

Wie dem auch sei… Einer von diesen Leuten – dessen Reviews ich regelmäßig lese – erwähnte kürzlich, dass Paddington eine der größeren Überraschungen des letzten Jahres gewesen sei und das war Grund genug für mich, da mal rein zu schauen.

Die Handlung:
Im dunkelsten Peru (Ja, das wird im Film wirklich so genannt und reicht als Ortsangabe scheinbar vollkommen aus.) gibts eine Bärenart, die nicht nur irre knuddelig, sondern auch noch ziemlich clever ist.

Als in der Vergangenheit irgendwann ein Forscher durch den Urwald stolpert, stößt er auf diese Bären, freundet sich mit ihnen an und erzählt ihnen bei seiner Abreise, dass – sollten sie jemals nach London kommen – sie immer herzlich willkommen seien.

Jahre später haben die knuddeligen Bären Nachwuchs in Form von Grrrowwworrrr, der später im Film Paddington genannt wird und als ein Unglück das Zuhause der Bären zerstört, schicken sie den putzigen Mini-Grizzly also kurzerhand nach London, denn wenn er da so willkommen ist, findet er bei dem Forscher bestimmt ein prima Zuhause.

Also kommt Paddington in London an und steht über kurz oder lang an der (Aha!!!) Paddinton-Station, in der Hoffnung, irgendwer würde ihn schon mitnehmen und ihm ein Zuhause bieten.

 

Absurder- und auch witzigerweise stört sich überhaupt niemand daran, dass Paddington ein Bär ist und er wird einfach mit ähnlichen Blicken bedacht, wie – sagen wir mal – Horst Seehofer sie derzeit für Flüchtlinge übrig hat. Nicht besonders freundlich also, aber immerhin wird nicht gleich das Tierheim gerufen.

Schließlich kommt eine Familie vorbei (Typisch britischer Filmdurchschnitt: Genervter Vater á la John Cleese, freundliche Öko-Mama, pubertierende Tochter und schlauer Sohn) und sammelt Paddington netterweise mit ein und nimmt ihn mit nach Hause.

Was folgt ist im Grunde eine realtiv klassische Fish-Out-Of-Water-Geschichte, in der sich einer Fremder in einer neuen Umgebung zurecht finden muss, was wirklich nett gemacht ist und natürlich durch die Tatsache dass Paddington so knuddelig ist nochmal verstärkt wird.

Was ich relativ erstaulich fand war, dass – trotz der Tatsache dass es ein Familienfilm ist – das Ganze nicht zu einem dieser ätzenden Standard-Filmchen geworden ist, wie Hollywood sie gern mal raushaut und in denen irgendein computergeneriertes Vieh mit echten Schauspielern agiert (Garfield, die Chipmunks, die Schlümpfe).

Paddington ist witzig, phantasievoll und auch visuell sehr schön umgesetzt.

Aber dazu mehr in der Kategorie:

Der Look:
Paddington sieht gut aus. Niedlich, knuddelig und jedes Kind im Alter von 5-8 will nach diesem Film auf jeden Fall auch so einen haben.
Ach, was rede ich… ICH will auch so einen haben.

Aber auch sonst mochte ich den Look und die Art und Weise wie der Film visuell erzählt wurde sehr. Der Baum, der im Treppenhaus der Familie an die Wand gemalt war, verliert z.B. in einem der traurigeren Momente seine Blätter und auch Rückblenden und Erinnerungen waren sehr toll umgesetzt.

Die Charaktere:
Hier gibts nicht viel überraschendes. Paddington ist witzig und putzig, die Familie ein Haufen von Stereotypen und auch der Bösewicht des Films nicht frei von Klischees. Aber man darf nicht vergessen, dass es ein Kinderfilm ist und als solcher funktioniert er mit genau diesen Charakteren ganz prächtig.

Fazit:
Ich hab den Film an einem Sonntag-Nachmittag geschaut und dafür ist er perfekt. Als Erwachsener habe ich mich gut amüsiert und ich freue mich schon jetzt drauf, Paddington in 2-3 Jahren mit meiner Tochter zu sehen. Die wird ausflippen und ich muss einen Bären kaufen. Cool.

 

Trailer: © P&Co Ltd/SC 2015

„Paddington“ gibts auch bei Amazon:

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