Kritik: Der Marsianer

3 Dinge, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde:

– 1 schöne große Plane

– 1 Packung Pfanni-Instant-Kartoffeln

– 1 Mondfahrzeug

Damit sollte auf jeden Fall dafür gesorgt sein, dass ich überlebe.

Die Handlung:
In der nahen Zukunft hat die NASA es offenbar doch geschafft genügend Geld für die eine oder andere Mars-Expedition zusammen zu kratzen und so ist ein Team von Astronauten auf dem roten Planeten gelandet, um dort fürs erste Forschungsarbeiten durchzuführen. Man hat dort schon so etwas wie ein Basis-Lager errichtet und weitere Mars-Missionen sollen folgen.

Als ein heftiger Sturm die Astronauten dazu zwingt, den Mars zu verlassen, geht dabei der Botaniker Mark Watney verloren (Kann ja mal passieren, wenn der so in der Botanik rumrennt) und wird für tot gehalten. Seine Crew hebt also ab und macht sich auf den Rückweg zur Erde (Tschö mit Ö!), während Watney ganz allein auf dem Mars zurück bleibt und ums Überleben kämpft.

Irgendwie kriegen die NASA-Leute auf der Erde dann Wind davon, dass es doch noch Leben auf dem Mars gibt und man kriegt erst ein schlechtes Gewissen (Hoppla…) und plant dann eine Rettungsmission, die zum Wettlauf gegen die Zeit wird.

Alles in allem ist der Marsianer nix anderes als Robinson im Weltraum.

Okay, es gibt keinen marsianischen Freitag (gottseidank), aber der Kampf Mensch gegen Natur ist, auch wenns nicht die Natur der Erde ist, doch irgendwie das Gleiche. Ich bin mir zwar nicht mehr ganz sicher, ob Robinson auch seine eigene Kacke benutzt hat, um Kartoffeln anzubauen, oder ob er dazu die von Freitag benutzt hat, aber irgendwie so wirds gewesen sein.

Das alles ist gut gemacht und es macht auch Spaß dabei zuzusehen, wie Watney aus jeder erdenklichen Situation und Misslage noch irgendwas zaubert, als wäre er eine Art Space-MacGyver. Komischerweise wusste ich aber trotz der Tatsache, dass ich weder das Buch gelesen noch irgendwie anders gespoilert wurde schon im Vorfeld, dass Watney auf jeden Fall gerettet wird. Und das machte den Film jetzt irgendwie… nicht gerade spannender.

Die Charaktere:
Matt Damon ist Mark Watney ist Matt Damon. Der Film lebt vom Normalo-Charme von Matt Damon, der Watney als ewig sprücheklopfenden Optimisten spielt, der niemals aufgibt, egal wie verzwickt die Lage auch sein mag und es macht Spaß ihm dabei zuzusehen. Dann gibt es da noch einen Haufen Pappnasen auf der Erde und Watneys Crew, aber ich muss zugeben, dass ich mich an keinen der Namen mehr erinnern kann. Schauspielerisch machen alle einen guten Job und Sean Bean und der Typ aus Dumm und Dümmer (der passenderweise den NASA-Chef spielt) sind auch dabei. Verblüffenderweise ist Sean Bean kein Verräter und er überlebt tatsächlich den ganzen Film. Irgendwer muss da beim Casting geschlampt haben.

Der Look:
Alles auf dem Mars wirkt authentisch. Von der Landschaft über die Ausrüstung der Astronauten bis hin zu den Mars-Rovern. Ich bin wirklich kein Raumfahrt-Experte, aber mich hat die Optik des Films überzeugt und sehr beeindruckt.

Fazit:
Ich mochte den Marsianer, aber ich werde ihn bestimmt kein zweites Mal gucken. Es ist einer dieser Filme, die man so wegguckt. Nicht so richtig spannend, aber trotzdem irgendwie unterhaltsam. Auf jeden Fall keine Zeitverschwendung, aber was Sci-Fi angeht, würd ich lieber nochmal Gravity oder Moon gucken.

 

Trailer: © Twentieth Century Fox Film Corporation.

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